Infos IMSA 12h Sebring 2020: Zeitplan, Livestream, Starterliste

Heiko Stritzke
·Lesedauer: 8 Min.

COVID-19 macht's möglich: Die 12 Stunden von Sebring, eigentlich traditionell im Frühling als zweites Rennen der IMSA SportsCar Championship im Kalender, bilden 2020 den Saisonabschluss. Für einmal fallen die Meisterschaftsentscheidungen in Florida.

Auf der traditionsreichen Buckelpiste sind noch zahlreiche Titel zu vergeben (s.u.). Vor allem der Kampf um die Gesamtwertungen in der DPi-Kategorie wird spannend. Aber auch in der GTD sind beide Meisterschaften heiß umkämpft.

Die 68. Ausgabe des Klassikers ist Schauplatz zweier großer Abschiede: Penske und Acura absolvieren ebenso ihr letztes gemeinsames Rennen genauso wie Porsche und Core Autosport. Die Porsche 911 RSR-19 werden zu diesem Anlass mit einer besonderen Lackierung antreten.

Während die Acura ARX-05 auch 2021 mit neuen Einsatzteams zu sehen sein werden, wird sich Porsche werksseitig vorerst aus der IMSA SportsCar Championship zurückziehen. Die Hoffnung liegt auf einem LMDh-Engagement in der Zukunft.

Auch das Mazda-Werksteam wird zum vorerst letzten Mal mit zwei Autos vertreten sein. Man schraubt für 2021 auf ein Fahrzeug zurück.

Zeitplan 12 Stunden von Sebring 2020 (alle Zeiten MEZ)

Für die Ortszeit müssen sechs Stunden abgezogen werden

Donnerstag, 12. November

16:05 - 17:05 Uhr: 1. Freies Training

20:35 - 21:50 Uhr: 2. Freies Training

Freitag, 13. November

00:15 - 01:45 Uhr: 3. Freies Training (Nacht)

16:15 - 17:20 Uhr: Qualifying in drei Abschnitten (GTD, GTLM, DPi/LMP2)

Samstag, 14. November

14:00 - 14:20 Uhr: Warm-up

16:10 - 04:10 Uhr: Rennen (Zielankunft am Sonntag MEZ)

Livestream, TV-Übertragung und Live-Timing 12h Sebring 2020

Das Rennen kann kostenlos in voller Länge live auf IMSA TV mit englischem Kommentar verfolgt werden. Außerdem übertragt der Pay-TV-Sender Motorvision TV mit deutschen Kommentatoren. Beginn der Übertragung ist am Samstag um 15:30 Uhr MEZ.

Ein Live-Timing steht auf der offiziellen Webseite der IMSA SportsCar Championship zur Verfügung.

Starterliste 12 Stunden von Sebring 2020

31 Fahrzeuge haben sich zum Saisonabschluss der Coronasaison 2021 eingefunden, ein Fahrerplatz ist auf dem JDC-Miller-Cadillac #85 noch zu vergeben. Eine kleine Überraschung gibt es bei Porsche, wo Formel-E-Pilot und Ex-LMP1-Fahrer Neel Jani in einem 911 RSR-19 zum Einsatz kommt. Earl Bamber wird derweil einen Doppelstart auf beiden Core-Porsches absolvieren.

Die "Philipps"-Paarung Felipe (Nasr)/Luis Felipe (Derani)/Filipe (Albuquerque) trifft im Action-Express-Cadillac #31 nicht wieder in dieser Form zusammen, weil Albuquerque die 8 Stunden von Bahrain der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) für United Autosports in der LMP2 bestreitet. Er wird durch Gabby Chaves vertreten, der bereits beim Daytona-Rennen im Juli als Ersatz für Nasr angetreten ist.

Im Meyer-Shank-Heinricher-Acura #57 ersetzt Ex-DTM-Pilot Joey Hand den abwesenden Alvaro Parente, der bei den 1.000 Kilometern von Le Castellet das Finale der GT-World-Challenge (GTWC) Europe hätte bestreiten sollen (dort aber überraschend nicht auf der Nennliste steht). Außerdem sitzt Pierre Kaffer statt Markus Winkelhock im Hardpoint-Audi #30, der ebenfalls bei der GTWC zum Einsatz kommt.

Klasse DPi (Daytona Prototype International) - 8 Starter

#5 - JDC-Miller Motorsports - Sebastien Bourdais/Tristan Vautier/Loic Duval - Cadillac DPi V.R

#6 - Acura Team Penske - Juan Pablo Montoya/Dane Cameron/Simon Pagenaud - Acura ARX-05

#7 - Acura Team Penske - Helio Castroneves/Ricky Taylor/Alexander Rossi - Acura ARX-05

#10 - Wayne Taylor Racing - Renger van der Zande/Ryan Briscoe/Scott Dixon - Cadillac DPi V.R

#31 - Action Express Racing - Felipe Nasr/Luis Felipe Derani/Gabby Chaves - Cadillac DPi V.R

#55 - Mazda Motorsports - Jonathan Bomarito/Harry Tincknell/Ryan Hunter-Reay - Mazda RT24-P

#77 - Mazda Motorsports - Oliver Jarvis/Tristan Nunez/Olivier Pla - Mazda RT24-P

#85 - JDC-Miller Motorsports - Matheus Leist/Stephen Simpson/tba - Cadillac DPi V.R

Klasse LMP2 (Le Mans Prototype 2) - 4 Starter

#8 - Starworks Motorsport - John Farano/Mikkel Jensen/David Heinemeier Hansson - Oreca 07

#38 - Performance Tech Motorsports - Don Yount/Patrick Byrne/Guy Cosmo - Oreca 07

#51 - Inter Europol Competition - Jakub Smiechowski/Naveen Rao/Matthew Bell - Oreca 07

#52 - PR1/Mathiasen Motorsports - Patrick Kelly/Simon Trummer/Scott Huffacker - Oreca 07

GTLM (Grand Touring Le Mans) - 6 Starter

#3 - Corvette Racing - Antonio Garcia/Jordan Taylor/Nick Catsburg - Corvette C8.R

#4 - Corvette Racing - Oliver Gavin/Tommy Milner/Marcel Fässler - Corvette C8.R

#24 - BMW Team RLL - Jesse Krohn/John Edwards/Augusto Farfus - BMW M8 GTE

#25 - BMW Team RLL - Bruno Spengler/Connor de Phillippi/Colton Herta - BMW M8 GTE

#911 - Porsche GT Team - Nick Tandy/Frederic Makowiecki/Earl Bamber - Porsche 911 RSR-19

#912 - Porsche GT Team - Earl Bamber/Laurens Vanthoor/Neel Jani - Porsche 911 RSR-19

GTD (Grand Touring Daytona) - 13 Starter

#11 - GRT Grasser Racing Team - Richard Heistand/Steijn Schothorst/Franck Perera - Lamborghini Huracan GT3

#12 - AIM Vasser Sullivan - Frankie Montecalvo/Townsend Bell/Michael de Quesada - Lexus RC F GT3

#14 - AIM Vasser Sullivan - Jack Hawksworth/Aaron Telitz/Kyle Kirkwood - Lexus RC F GT3

#16 - Wright Motorsports - Ryan Hardwick/Patrick Long/Jan Heylen - Porsche 911 GT3 R

#23 - Heart of Racing Team - Ian James/Roman de Angelis/Darren Turner - Aston Martin Vantage GT3

#30 - Team Hardpoint - Rob Ferriol/Andrew Davis/Pierre Kaffer - Audi R8 LMS GT3

#44 - GRT Magnus - Andy Lally/John Potter/Spencer Pumpelly - Lamborghini Huracan GT3

#48 - Paul Miller Racing - Bryan Sellers/Madison Snow/Corey Lewis - Lamborghini Huracan GT3

#57 - Heinricher Racing with MSR - Trent Hindman/Misha Goikhberg/Joey Hand - Acura NSX GT3

#63 - Scuderia Corsa - Cooper MacNeil/Alessandro Balzan/Jeff Westphal - Ferrari 488 GT3

#74 - Riley Motorsports - Gar Robinson/Lawson Aschenbach/Marc Miller - Mercedes-AMG GT3

#86 - Meyer Shank Racing - Mario Farnbacher/Matt McMurry/Shinya Michimi - Acura NSX GT3

#96 - Turner Motorsport - Bill Auberlen/Robby Foley/Dillon Machavern - BMW M6 GT3

Balance of Performance in DPi, GTLM und GTD

Vor den 12 Stunden von Sebring 2020 gibt es gegenüber den vergangenen Rennen der IMSA SportsCar Championship nur eine Anpassung: Der Lamborghini Huracan GT3 erhält zwei Liter mehr Benzin. Ansonsten entspricht die BoP dem Stand vom Rennen in Charlotte Anfang Oktober.

Die BoP in der DPi-Kategorie ist seit dem 6-Stunden-Rennen auf der Road Atlanta Anfang September nicht mehr verändert worden. Damals haben die Cadillacs 15 Kilogramm ausladen dürfen.

In der GTLM ist die BoP ebenfalls seit dem Roval-Rennen in Charlotte unverändert, das den GT-Fahrzeugen vorbehalten war. Damals durfte Porsche 15 Kilogramm ausladen.

Wettervorhersage

Das Wetter könnte die Teilnehmer vor eine Herausforderung stellen - zumindest an den Trainingstagen. Am Donnerstag besteht im Tagesverlauf ein erhöhtes Risiko für Regenschauer und einzelne Gewitter. Am Freitagnachmittag sind ebenfalls einzelne Regenschauer möglich, nach jetzigem Stand sollten diese aber erst nach Ende des Qualifyings über die Strecke ziehen. Für den Renntag sind Sonnenschein und Temperaturen von bis zum 29 Grad Celsius vorhergesagt.

Meisterschaftssituation IMSA SportsCar Championship 2020

Anders als gewöhnlich fällt die Meisterschaftsentscheidung sowohl in den Wertungen der IMSA SportsCar Championship als auch des Nordamerikanischen Endurance-Cups in Sebring.

Punkte für die IMSA SportsCar Championship werden am Rennende nach dem Schema 35 - 32 - 30 - 28 - 26 - 24 - 23 - 22 - 21 - 20 vergeben. Wer ins Rennen gestartet ist, hat Punkte sicher.

In der Herstellerwertung werden Punkte nach demselben Schema vergeben. Es zählt allerdings nur das bestplatzierte Fahrzeug. Sollte ein Hersteller einen Doppelsieg holen, erhält der Hersteller, der Platz drei eingefahren hat, trotzdem 32 Punkte für Platz zwei.

Fahrerwertung DPi

1. Helio Castroneves/Ricky Taylor - 242 Punkte

2. Ryan Briscoe/Renger van der Zande - 240

3. Luis Felipe "Pipo" Derani - 233

4. Jonathan Bomarito/Harry Tincknell - 225

5. Sebastien Bourdais - 223

Herstellerwertung DPi

1. Cadillac - 263 Punkte

2. Acura - 262

3. Mazda - 249

Fahrerwertung LMP2 (entschieden)

1. Patrick Kelly - 161 Punkte

2. Simon Trummer - 126

3. Dwight Merriman/Kyle Tilley - 92

Fahrerwertung GTLM (entschieden)

1. Antonio Garcia/Jordan Taylor - 325 Punkte

2. Oliver Gavin/Tommy Miler - 290

3. John Edwards/Jesse Krohn - 289

4. Connor de Phillippi/Bruno Spengler - 285

5. Frederic Makowiecki/Nick Tandy - 262

6. Earl Bamber/Laurens Vanthoor - 257

Herstellerwertung GTLM

1. Chevrolet - 336 Punkte

2. BMW - 318

3. Porsche - 286

Fahrerwertung GTD

1. Mario Farnbacher/Matt McMurry - 256 Punkte

2. Ryan Hardwick/Patrick Long - 249

3. Aaron Telitz - 248

4. Jack Hawksworth - 246

5. Robby Foley/Bill Auberlen - 236

6. Townsend Bell - 229

Herstellerwertung GTD

1. Acura - 269 Punkte

2. Lexus - 267

3. Porsche - 256

4. BMW - 251

5. Lamborghini - 245

6. Mercedes-AMG - 236

In der Subwertung des Nordamerikanischen Endurance-Cups, der die 24 Stunden von Daytona, das 6-Stunden-Rennen auf der Road Atlanta, das Petit Le Mans und das 12-Stunden-Rennen von Sebring einschließt, werden Punkte nach vier, acht und zwölf Stunden nach dem Schema 5 - 4 - 3 - 2 vergeben, wobei alle noch im Rennen befindlichen Fahrzeuge ab Platz vier zwei Punkte erhalten. Gesamtwertungen Endurance Cup

Daten zum Sebring International Raceway

Streckenlänge: 6,019 Kilometer

Kurven: 16-22 (je nach Zählweise)

Eröffnung: 1950

Umbauten: 1952, 1967, 1983, 1987, 1991, 1998

12-Stunden-Rennen seit: 1952

Distanzrekord: 2.278,85 Kilometer (Kristensen/Capello/McNish, Audi R15 TDI, 2009)

Adresse: Sebring International Raceway, 113 Midway Drive, Sebring, Florida 33870, USA

Alle Sieger seit 2014

2014: Marino Franchitti/Scott Pruett/Memo Rojas, Riley Mk.26-Ford

2015: Sebastien Bourdais/Joao Barbosa/Christian Fittipaldi, Corvette DP

2016: Luis Felipe Derani/Scott Sharp/Ed Brown/Johannes van Overbeek, Ligier JS P2-Honda

2017: Alex Lynn/Ricky Taylor/Jordan Taylor, Cadillac DPi V.R

2018: Johannes van Overbeek/Nicolas Lapierre/Luis Felipe Derani, Nissan DPi

2019: Felipe Nasr/Luis Felipe Derani/Eric Curran, Cadillac DPi V.R

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.