International: Ex-Schiri: "Craig Bellamy kniff mir in den Schritt"

SPOX

Ex-Premier-League-Schiedsrichter Mark Clattenburg hat in einer Kolumne seine persönlichen Bad Boys genannt. Dabei verriet der 45-Jährige, dass ihm der ehemalige ManCity- und Liverpool-Angreifer Craig Bellamy einmal im Spielertunnel in den Schritt gekniffen habe.

"Ich wusste, dass sich unsere Beziehung auf einem dünnen Eis bewegte, als er mir im Spielertunnel des Etihad Stadiums in den Schritt kniff... Es war wohl ein Scherz, jedenfalls glaube ich das, und so reagierte ich da auch. Man muss wissen, es gab dazu eine Vorgeschichte", schrieb Clattenburg in der Daily Mail.

2009 hatte Clattenburg den Waliser beim 3:3-Unentschieden von ManCity bei den Bolton Wanderers fälschlicherweise wegen einer vermeintlichen Schwalbe die Rote Karte gezeigt. "Bellamy war ein Alptraum für uns Schiedsrichter, viele sahen das so wie ich. Er bepöbelte dich, fuchtelte mit den Armen rum, forderte dich permanent heraus. Seine Wortwahl war schlimm, total primitiv", erinnerte sich der Referee.

Scrollen, um mit dem Inhalt fortzufahren
Anzeige

Neben Bellamy wählte Clattenburg auch den frischgebackenen Hertha-Aufsichtsrat Jens Lehmann sowie United-Legende Roy Keane, Innenverteidiger Pepe und Ex-Chelsea-Star John Obi Mikel in seine Top fünf der unangenehmsten Spieler. So sei der ehemalige Keeper Lehmann ein "Miesepeter" gewesen, der "über alles und jeden gejammert" habe.

"Er jammerte, wenn der Ball rund war. Er jammerte, wenn der Ball weiß war. Man dachte nur: 'Mach' doch mal eine Pause'", erinnerte sich Clattenburg und führte aus: "Er war ein großartiger Torhüter, aber ich glaube, das war seine große Schwäche, und die anderen Teams wussten von ihr. Bei Ecken traten sie ihm auf die Zehen, und er schubste sie dann weg."

Im Bezug auf den ehemaligen Real-Star Pepe blieb dem FIFA-Schiedsrichter eine Szene aus dem Champions-League Finale im Jahr 2016 zwischen Real und Atletico in Erinnerung. Nach einem Zweikampf mit Yannick Carrasco wälzte sich der Portugiese theatralisch auf dem Boden.

"Ich dachte nur: 'Wie weich bist du für einen so großen Mann?' Er hat das in dem Spiel zweimal gemacht, um einen Platzverweis für einen Atletico-Spieler zu provozieren. Ein anderer Schiedsrichter wäre vielleicht darauf reingefallen, aber ich hatte meine Hausaufgaben gemacht", erzählte Clattenburg.

Bereits im Jahr 2004 feierte der gelernte Elektriker sein Debüt in Englands höchster Spielklasse. Zwei Jahre später wurde Clattenburg FIFA-Schiedsrichter und leitete seitdem unter anderem das EM-Finale 2016. Seit 2019 ist er beim chinesischen Verband angestellt und kommt in der Chinese Pro League zum Einsatz.

Mehr bei SPOX: Kayode: "Vielleicht komme ich zurück"

Lesen Sie auch