International: "Ikone": Schweinsteiger in Chicago vorgestellt

Für Bastian Schweinsteiger begann am Mittwoch das Abenteuer USA. Der Weltmeister wurde in Chicago begeistert empfangen und wenig später offiziell vorgestellt.

Für Bastian Schweinsteiger begann am Mittwoch das Abenteuer USA. Der Weltmeister wurde in Chicago begeistert empfangen und wenig später offiziell vorgestellt.

Eine Minute lang flackerte ein Video mit großen Momenten des Bastian Schweinsteiger über die Leinwand, die neuen Bosse lobten den Weltmeister als "wahren Champion", als "neue Ikone" der Major League Soccer - dann erst ergriff Schweinsteiger das Wort. Selbstbewusst und sympathisch sprach er über seine Ziele mit Chicago Fire.

"Ich freue mich auf jedes einzelne Spiel", sagte Schweinsteiger in flüssigem Englisch, gekleidet in ein graues Sakko, "und ich habe noch sehr viel zu geben. Ich weiß, dass ich ein Schlüsselspieler sein werde, und ich will mich hier voll reinhängen."

Schweinsteiger ein "wahrere Champion"

An der Seite des 32-Jährigen hatten Fire-General-Manager Nelson Rodriguez und Trainer Veljko Paunovic Platz genommen. Und sie ließen keinen Zweifel an ihren hohen Erwartungen an den Mann, den sie bei Manchester United aus der Karriere-Sackgasse geholt hatten.

Als Mensch und als Spieler sei Schweinsteiger "ein wahrer Champion", auf dem Platz biete er die perfekte "Kombination aus Eleganz und Arbeitskraft", sagte Rodriguez. Trainer Paunovic, der Schweinsteiger nach dessen Aussage seit dem ersten Gespräch an Pep Guardiola erinnert, schwärmte bereits von den ersten Trainings-Eindrücken am Vormittag.

Schweinsteiger mit Begeisterung empfangen

"Man konnte gleich sehen, welchen Einfluss er auf die Mannschaft hat, allein durch seine Präsenz", sagte Paunovic: "Seine Ausstrahlung ist eine Inspiration. Wir haben seit Jahren auf einen Spieler von seinem Kaliber gewartet. Bastian kann eine Ikone für die gesamte Major League Soccer werden."

Schon bei der Ankunft in seiner neuen Wahlheimat war Schweinsteiger mit Begeisterung empfangen worden. Laute "Basti"-Rufe schallten durch die Ankunftshalle im Terminal 5 des Flughafens O'Hare, immer wieder brandete begeisterter "Schweini"-Jubel auf: Der "Fußballgott", wie auf einem großen roten Plakat zu lesen war, wurde gefeiert.

Rund 500 Fans des MLS-Klubs empfingen den Weltmeister am Dienstagabend (Ortszeit). Schweinsteiger, in schwarzem Rollkragenpullover und Sakko gekleidet und von vier Sicherheitsleuten abgeschirmt, genoss das Bad in der Menge trotz des Trubels sichtlich. Er schrieb auf dem Weg zum Ausgang Autogramme, schüttelte Hände und machte mit den Fans Selfies.

In einer schwarzen Limousine verließ "Messias" Schweinsteiger, den Ehefrau Ana Ivanovic zum ersten Kapitel seines USA-Abenteuers begleitete, schließlich den Flughafen. Schon am Samstag (21.00 Uhr MESZ/Eurosport 1) könnte der 121-malige Nationalspieler gegen Montreal Impact sein Debüt feiern.

Neustart für Schweinsteiger

Nach dem abrupten Ende bei ManUnited ist es für den ehemaligen DFB-Kapitän ein Neustart. "Ich bin glücklich und habe ein gutes Gefühl", sagte Schweinsteiger im Klub-Interview. Er möge "die Idee und die Philosophie" von Paunovic und Manager Rodriguez.

Schweinsteiger hatte sich zuletzt bei RCD Mallorca fitgehalten. Er werde aber "noch einige Zeit brauchen, um seinen optimalen Fitness-Level zu erreichen", glaubt Fire-Manager Rodriguez.

Auf was sich Schweinsteiger, der angeblich 4,5 Millionen Dollar im Jahr erhalten soll, in Chicago und den USA einstellen muss? Nun ja, erklärt Rodriguez: "Dass er als hochbezahlter Star neben einem 22 Jahre alten College-Absolventen spielen wird, der nur 55.000 Dollar verdient", oder, "dass er bei frostigen Temperaturen in Chicago und bei brutal schwülen Temperaturen in Houston spielen muss".

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