International: Ligen-Abbruch: Das plant die UEFA

SPOX

Nach dem Abbruch der Ligen in Frankreich und den Niederlanden steigt der Druck auf die UEFA, Lösungen für die kommende Europapokal-Saison vorzulegen. Dabei werden beim europäischen Verband um Präsident Aleksander Ceferin laut Sport Bild mehrere Modelle diskutiert.

Ceferin (52) hatte ursprünglich gedroht, Ligen, die ihre nationalen Wettbewerbe nicht beenden, aus dem Europapokal für die kommende Saison auszuschließen. Dazu wird es wohl nicht kommen, zumal die Lage aufgrund der Corona-Pandemie immer noch viel zu fragil ist: Welche Liga wann fortgesetzt werden kann, steht noch immer in den Sternen.

Allerdings erhöhte die UEFA am Dienstag den Druck auf die Nationalverbände, die "der UEFA bis 25. Mai den geplanten Wiederbeginn ihrer nationalen Wettbewerbe" mitteilen sollen, hieß es in einem UEFA-Dokument, dass die Times veröffentlicht hatte.

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Laut Sport Bild denkt die UEFA im Falle eines Abbruchs der nationalen Wettbewerbe über folgende Modelle nach:

  • Abbruch der nationalen Liga: Der Tabellenstand bei Abbruch wird gewertet. Aus der Bundesliga wären damit Bayern, Dortmund, Leipzig und Mönchengladbach für die Champions League spielberechtigt.

  • Abbruch der nationalen Liga: Die Teilnehmer der letzten Saison starten erneut in Champions League und Europa League. Aus der Bundesliga wären das in der Königsklasse Bayern, Dortmund, Leipzig und Leverkusen.

  • Abbruch des nationalen Pokalwettbewerbs: Der verbliebene Teilnehmer mit dem besten UEFA-Klubkoeffizienten nimmt an der Europa League teil. Aus Deutschland wäre das Stand jetzt Eintracht Frankfurt, da Bayern in der Königsklasse antreten würde.

  • Abbruch des nationalen Pokalwettbewerbs: Der verbliebene Teilnehmer mit der besten Platzierung in der nationalen Liga nimmt an der Europa League teil. Aus Deutschland wäre das Stand jetzt der VfL Wolfsburg.

Eine Entscheidung über das jeweils favorisierte Modell fällt bei der Sitzung des UEFA-Exekutivkomitees am 27. Mai. Die UEFA hofft natürlich darauf, dass sich bis dahin herauskristallisiert, dass möglichst viele Ligen ihre Wettbewerbe doch noch beenden können.

Das Finale der Champions League wurde bereits auf den 29. August verschoben, um den nationalen Verbänden möglichst viel Spielraum zu geben.

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