Internet-Voting: Heißt ein MLS-Klub bald Footy McFooty Face?

Vielleicht eine Maskottchen-Idee? Ein Philadelphia-Union-Fan als Chewbacca verkleidet (Foto: Getty Images)

 

Mit Umfragen und Abstimmungen im Internet ist das ja immer so eine Sache. Wir erinnern uns an den großen Fehler, den der britische Verband um die Jahrtausendwende begangen hat.

Nach dem Abriss und Wiederaufbau des Wembley-Stadions fragte die FA nach einem geeigneten Namen für die neu erbaute Brücke, die zum Fußballtempel führt. Leichtsinnigerweise ließ der Verband darüber im Internet abstimmen.

Natürlich kam es, wie es kommen musste: Aus Deutschland wurde zehntausendfach für Didi-Hamann-Bridge abgestimmt – in Anlehnung an jenen jungen Herren, der das letzte Tor im alten Wembley erzielt und Deutschland damit einen 1:0-Sieg über den ewigen Rivalen beschert hatte.

So ähnlich verläuft derzeit ein Voting in den USA, das eine Interessengemeinschaft aus San Diego durchführt. Die MLS soll um eine weitere Franchise, also einen weiteren Klub, aufgestockt werden und San Diego gilt als einer der möglichen Standorte.


Was fehlt, ist ein schmissiger Name für den Klub. Also etwas in der Art von Chicago Fire, Seattle Sounders oder Atlanta United. Also ging die Möchtegern-Franchise an die Öffentlichkeit und rief im Netz zu einer Abstimmung auf.

Das Ergebnis: Mit derzeit rund 8000 Stimmen führt “Footy McFooty Face” die Hitliste unangefochten an. Ein Profi-Fußballklub mit dem Namen Footy McFooty Face – selbst im Land der unbegrenzten Möglichkeiten ist das unglaublich genug.

Und schwer vorstellbar, dass es tatsächlich so weit kommen könnte. Die Engländer haben sich übrigens gegen die Didi-Hamann-Bridge entschieden. Der Überweg heißt heute “White Horse Bridge”.

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