IOC-Präsident Bach in Tokio eingetroffen

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IOC-Präsident Bach in Tokio eingetroffen
IOC-Präsident Bach in Tokio eingetroffen

IOC-Präsident Thomas Bach ist am Donnerstag in der Olympia-Gastgeberstadt Tokio eingetroffen. Der Fecht-Olympiasieger von 1976 wird wegen der Corona-Pandemie nach seiner Ankunft in Japan zunächst für drei Tage isoliert. Bach sollte ursprünglich bereits im Mai nach Tokio reisen, dieses Vorhaben wurde aber aus verschiedenen Gründen verschoben. Unter anderem war der Corona-Notstand in der Metropole verlängert worden.

Dieses Szenario droht erneut. Es wird damit gerechnet, dass noch im Laufe des Donnerstags von der japanischen Regierung der vierte Corona-Notstand für Tokio und weitere Präfekturen verhängt wird. Er soll bis zum 22. August gelten, die am 23. Juli beginnenden Spiele enden am 8. August.

Ausländische Zuschauer sind bei den Spielen nicht erlaubt. Ob japanische Fans an den Wettkampfstätten zugelassen werden, gilt im Falle einer Verhängung des erneuten Notstandes als äußerst fraglich. Wahrscheinlich werden in Tokio die ersten "Geisterspiele" der olympischen Geschichte durchgeführt.

Der deutsche IOC-Chef Bach soll ab dem 12. Juli die finalen Koordinierungsmaßnahmen für die Sommerspiele anführen. Am 16. Juli ist laut OK ein Besuch Bachs in Hiroshima geplant. Die Stadt hatte am 6. August 1945 traurige Berühmtheit erlangt. An jenem Tag warfen die USA am Ende des Zweiten Weltkriegs eine Atombombe (Codename Little Boy) über der Stadt ab, es war die erste, die jemals in einem Krieg verwendet wurde. Drei Tage später folgte ein zweiter Abwurf in Nagasaki. Insgesamt weit über 200.000 Menschen starben direkt oder an den Folgeschäden.

Am 17. Juli beginnt in Tokio die mehrtägige Sitzung des IOC-Exekutivboards, dort wird am Ende damit gerechnet, dass die australische Stadt Brisbane den endgültigen Zuschlag für die Ausrichtung der Sommerspiele 2032 erhält.

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