"Iron Maik" antwortet auf Müllers Schwalben-Anekdote

Maximilian Miguletz
Sport1

Maik Franz kann sich noch gut an die "lebensrettende" Schwalbe von Thomas Müller 2009 erinnern.

"Ich habe das immer noch vor Augen. Das war an der Mittellinie. Ich grätsche, er springt hoch, ich treffe ihn nicht und der Schiri pfeift Freistoß", sagt der damalige Verteidiger von Eintracht Frankfurt im Gespräch mit SPORT1.

Schmunzelnd fügt der heute 38 Jahre alte an: "Da hab ich ihm meine Sichtweise gesagt, wie man auf Bildern sieht vielleicht in einem lauteren Ton."

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"De facto war es eine Schwalbe, aber eine unabsichtliche. Eigentlich war es ein Lifesaver", hatte Müller zuvor zehneinhalb Jahre nach dieser Szene beim 2:1 des FC Bayern gegen die SGE bei DAZN zugegeben.

Er sei sich sicher gewesen, "dass es jetzt knallt", sagte Müller und hatte ein Lob für den damaligen Gegenspieler parat: "Als ich noch sehr jung war, hatte ich extrem viel Respekt vor Maik Franz."

Franz: "Vor dem Weg von Thomas Müller habe ich allergrößten Respekt"

Franz, dem Müllers Lob "relativ oft zugesendet" wurde, freut's. "Wenn so ein Weltklassespieler, wie es der Thomas einfach ist, nach so vielen Jahren sagt, er habe Respekt vor meiner Art und Weise zu spielen gehabt, hört man das gern."

Der ehemalige Verteidiger, der in seiner Zeit beim Karlsruher SC von den Fans den Spitznamen "Iron Maik" verpasst bekam, ist sich sicher, dass Müller "noch härtere Gegenspieler" als ihn hatte. "Aber wenn ich bei ihm hängengeblieben bin, ist das ja keine schlechte Sache."

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Lobende Worte möchte Franz zurückgeben: "Vor dem Weg von Thomas Müller habe ich allergrößten Respekt. Was der alles erreicht hat, wie der sich immer wieder durchgesetzt hat, zu einem Weltklassespieler gereift ist, finde ich beeindruckend."

Zudem hebt Franz hervor: "Dazu diese Authentizität, das ist schon cool. Einer der wenigen Typen, nicht so glatt gebügelt wie viele andere."

"Marcelinho war einer der unangenehmsten Gegenspieler"

Der gebürtige Merseburger, mittlerweile Leiter der Lizenzspielerabteilung bei Drittligist 1. FC Magdeburg, ist aber froh, nicht der Lieblingsspieler von Müller zu sein. "Wenn ein Offensivspieler sagt, man war der Lieblingsspieler, hat man als Verteidiger was falsch gemacht."


Auch "Iron Maik" selbst hatte durchaus harte Brocken als Gegner. "Das waren die Stürmer, die total unangenehm waren", erinnert er sich. Beispiel: Giovane Elber. "Ich kannte den nur aus dem Fernsehen, da war er immer der witzige Giovane – auf dem Platz war der voll abgezockt. Das Stürmerduo Elber/Pizarro war echt krass."

Auch die Angreifer Edin Dzeko (Franz: "Gegen ihn zu spielen, hat gar keinen Spaß gemacht.") und Jan Koller ("Wenn du hinter dem standest, dachtest du, das Licht geht aus.") fallen in diese Kategorie.

Und noch einer zählt dazu: "Marcelinho war einer der unangenehmsten Gegenspieler", erinnert sich Franz: "Sehr flink, sehr quirlig, technisch sehr gut, der hat mir echt Knoten in die Beine gespielt."

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