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Irres Jubiläum: Jagt Lewandowski jetzt Messi und Ronaldo?

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Irres Jubiläum: Jagt Lewandowski jetzt Messi und Ronaldo?
Irres Jubiläum: Jagt Lewandowski jetzt Messi und Ronaldo?

„Das ist ein anderer Sport, den du spielst“, huldigte Mario Gómez den Matchwinner bei Amazon: „Das ist eine andere Liga.“

Der 78-malige deutsche Nationalspieler verneigte sich in seiner Rolle als Experte regelrecht vor seinem Nachfolger im Sturmzentrum der Bayern. Vor ihm stand ein strahlender Robert Lewandowski, seines Zeichens Jubilar und frisch gebackener Man of the Match. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Champions League)

Beim 5:2-Sieg des FC Bayern gegen Benfica Lissabon absolvierte der Pole sein 100. Spiel in der Champions League und feierte ein außergewöhnliches und spektakuläres Jubiläum - bei dem alles dabei war.

Lewandowski leistet sich historischen Fehlschuss

Lewandowski hatte die Münchner beim Comeback von Trainer Julian Nagelsmann, bei dem sie das Achtelfinale erreichten, zunächst in Führung geköpft. So weit, so gewöhnlich. Doch dann folgte etwas äußerst Ungewöhnliches.

Der 33-Jährige lief beim Stand von 2:1 für die Gastgeber zum Strafstoß an und scheiterte quasi mit dem Pausenpfiff kläglich an Benfica-Schlussmann Odisseas Vlachodimos. Es war nicht nur die Art und Weise des Elfmeters, den der Sportmoderator Thomas Wagner im SPORT1-Fantalk „den beschissensten Elfmeter, den es gibt“ nannte. Es war vor allem das Zahlenspiel, das er auslöste.

Denn im 100. Spiel in der Königsklasse hatte Lewandowski zum ersten Mal überhaupt einen Strafstoß nicht im Tor untergebracht. Zuvor hatte der Ball bei allen seiner 14 Versuche vom Punkt im Netz gezappelt. Seit Beginn der Spielzeit 2020/21 hatte der Torjäger zuvor 13 von 14 Elfmeter verwandelt.

Es ist ihm hoch anzurechnen, dass er sich in der Folge trotzdem zum Spieler des Spiels aufschwang.

Ein Geschenk an den Schiedsrichter

Im zweiten Durchgang zeigte sich Lewandowski völlig unbeeindruckt von seinem Fehlschuss und chippte den Ball über Vlachodimos hinweg zum 4:1 ins Netz. Später legte er dann sein drittes Tor nach. (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der Champions League)

„Ich habe genau geschaut, wo der Torwart liegt, habe aber trotzdem nicht in die richtige Richtung geschossen“, sagte Lewandowski bei Amazon zu seinem Fehlschuss. Aber noch interessanter: „Ich habe nicht viel darüber nachgedacht, weil ich mir dachte, das passiert einfach früher oder später.“

Nach dem Abpfiff behielt Lewandowski nicht - wie üblich bei einem Dreierpack - den Ball, sondern übergab ihm Schiedsrichter Szymon Marciniak - seinem polnischen Landsmann. Eine große Geste eines der größten Fußballer dieser Zeit.

Sammer: „Er ist der beste Spieler der Welt“

Dass Lewandowski in der 84. Spielminute überhaupt noch den Dreierpack schnüren konnte, hatte auch damit zu tun, dass er mal wieder durchspielte.

„Es gibt drei Tage bis zum Spiel. Der Unterschied zwischen zwei oder drei Tagen Pause ist groß. Ich fühle mich sehr gut, da muss ich nicht ausgewechselt werden“, erklärte er. In einem fortgeschrittenen Fußballeralter ist der Hunger von Lewandowski ungebrochen. Und das könnte zwei der Größten des Sports aller Zeiten die ein oder andere schlaflose Nacht bereiten.

Der Grund: Nach 100 Spielen hat Lewandowski in der Königsklasse nun 81 Tore auf dem Konto. Tendenz: steigend. Der Mittelstürmer traf in den letzten acht CL-Spielen.

Im Vergleich zu Lionel Messi und Cristiano Ronaldo stagniert seine Quote nicht - im Gegenteil: Sie scheint noch besser zu werden. „Er ist der beste Spieler der Welt aktuell. Das ist so“, sagte Amazon-Experte Matthias Sammer.

Lewandowski jagt Messi und Ronaldo

Zugegeben: Der 34 Jahre alte Messi (123 CL-Tore) und der 36 Jahre alte Ronaldo (139) sind für Lewandowski noch ein ganzes Stück entfernt.

Doch die beiden Superstars sind über ihrem Zenit - und nicht mehr auf dem Niveau des Goalgetters. Darüber täuscht auch der Doppelpack von Ronaldo am Dienstagabend beim 2:2 von Manchester United bei Atalanta Bergamo nicht hinweg.

Die Frage ist natürlich, wie viele Jahre Lewandowski noch sein Niveau halten kann. „Er hat noch ein paar Jahre, er kann sie noch einholen“, glaubt zumindest Gómez.

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