Jüngste Paarung seit 53 Jahren: Ferrari beginnt mit Leclerc/Sainz "neuen Zyklus"

Norman Fischer
motorsport.com

Jetzt steht es offiziell fest: Wie von 'Motorsport-Total.com' bereits gestern verkündet, wird Carlos Sainz ab der Formel-1-Saison 2021 der Nachfolger von Sebastian Vettel bei Ferrari werden. Wie die Scuderia verkündet, hat der Spanier einen Vertrag über zwei Jahre in Maranello unterschrieben und wird somit bis mindestens 2022 Teamkollege von Charles Leclerc sein.

"In den fünf Saisons, die er schon hinter sich hat, hat Carlos bewiesen, dass er sehr talentiert ist. Er hat die technischen Fähigkeiten und die richtige Einstellung, um sich ideal in unsere Familie einzufügen", betont Teamchef Mattia Binotto und sieht in Sainz den idealen Nachfolger für Vettel.

Mit der Fahrerpaarung Sainz/Leclerc geht Ferrari dabei einen neuen Weg. Erstmals seit Kimi Räikkönen und Felipe Massa 2007 hat die Scuderia damit keinen aktiven Weltmeister mehr im Auto. Zudem sind die beiden mit 22 (Leclerc) und 25 Jahren (Sainz) die jüngste Ferrari-Fahrerpaarung seit mehr als 50 Jahren: 1968 startete man mit Chris Amon (24) und Jacky Ickx (23) in die Saison.

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Binotto mahnt: "Lange Reise"

"Wir haben einen neuen Zyklus aufgeschlagen - mit dem Ziel, es zurück an die Spitze der Formel 1 zu schaffen", so Binotto. Ferrari wartet seit 2008 auf einen Titel in der Königsklasse und hechelt der Konkurrenz von Mercedes seit Jahren vergeblich hinterher.

Und auch jetzt mahnt Binotto zur Geduld: "Es wird eine lange Reise werden, nicht ohne Herausforderungen, besonders angesichts der derzeitigen finanziellen und regulativen Situation, in der sich plötzlich so viel ändert. Das ist eine Herausforderung, die wir anders angehen müssen als in der Vergangenheit."

Dennoch glaubt er daran, dass "eine Fahrerpaarung mit dem Talent und der Persönlichkeit von Charles und Carlos [...] die bestmögliche Kombination ist, um die Ziele zu erreichen, die wir uns selbst gesetzt haben."

Sainz glücklich über Top-Chance

Für Carlos Sainz ergibt sich 2021 nun die Chance, mit einem Topteam sein Können zu zeigen: "Ich bin sehr glücklich, dass ich 2021 für Ferrari fahren werde, und blicke meiner Zukunft in der Scuderia ganz aufgeregt entgegen", sagt er.

Sein aktuelles Team will er dabei nicht vergessen: "Vor mir liegt noch ein wichtiges Jahr mit McLaren, und ich freue mich schon sehr darauf, diese Saison noch einmal mit ihnen Rennen zu fahren."

Im Gegensatz zu Ricciardo bei Renault fällt seine Verabschiedung von McLaren nicht so frostig aus: "Ich möchte Carlos meine Anerkennung für die hervorragende Arbeit aussprechen, die er für McLaren geleistet hat, um unseren Plan zur Wiederherstellung der Performance zu unterstützen", sagt Geschäftsführer Zak Brown. "Er ist ein echter Teamplayer, und wir wünschen ihm für seine Zukunft jenseits von McLaren alles Gute".

Auch seine (ehemaligen) Teamkollegen Nico Hülkenberg und Lando Norris freuen sich für den Spanier: "Adios, amigo! Es war nur ein Jahr, aber es war eine Freude", schreibt Norris auf Twitter. "Wir haben gemeinsam gelacht und konnten einige Erinnerungen erschaffen. Gib dein Bestes und lass uns das Jahr so abschließen, wie es sich gehört."

Mit Bildmaterial von LAT.

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