James Allison vor Imola: Die Herausforderungen, an die keiner denkt

Norman Fischer
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Mit Imola steht an diesem Wochenende bereits die vierte Strecke auf dem Programm, die in den vergangenen Jahren nicht Teil des Formel-1-Kalenders war. Eine neue Strecke stellt die Teams vor eine Menge Herausforderungen - aber nicht unbedingt die, an die jeder Fan gleich denkt, wie Mercedes-Technikchef James Allison verrät.

"Das ist eine Saison mit vielen neuen Strecken, und das sorgt für einige Kopfschmerzen bei uns", sagt er. "Wir müssen neue Hotels suchen, wir müssen herausfinden, zu welchen Flughäfen wir müssen, wie wir das Team hin und zurück bekommen und so weiter", sagt er.

"Das ist nicht gerade weit oben auf der Liste vieler Leute, wenn sie an die Herausforderungen auf einer neuen Strecke denken. Aber das muss alles organisiert werden", so Allison.

Er weiß, dass die meisten vermutlich eher an die technischen Schwierigkeiten und die Vorbereitung auf einen neuen Kurs denken. Und auch das ist natürlich eine ganz andere Herausforderung. "Eine neue Strecke vergrößert den Arbeitsaufwand und bringt einige Ungewissheiten mit sich", so Allison.

"Wir haben keine lange Checkliste mit Dingen, die in der Vergangenheit schiefgelaufen sind. Und wir haben auch kein detailliertes Wissen darüber, wie sich das Auto verhalten wird", meint der Technikchef weiter.

Aber Mercedes kann sich auf seine Simulationstools verlassen. "Solange wir wissen, wie der Asphalt aussieht, wie rau er ist und wie das Layout der Randsteine und der Ideallinie ist, solange bekommen wir eine gute Schätzung, was wir brauchen, um schnell auf dieser Strecke zu sein."

Und wie immer stehen die Reifen im Fokus - egal ob bekannte oder unbekannte Strecke. "Wenn wir sie in den Arbeitsbereich bekommen, dann hat das Auto eine gute Balance. Und wenn uns das gelingt, dann werden wir ein gutes Wochenende haben", so Allison.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.