James Allison: Sportsgeist unterscheidet Hamilton von anderen Legenden

Christian Nimmervoll
motorsport.com

Lewis Hamilton ist drauf und dran, einige der für unerreichbar gehaltenen Rekorde von Michael Schumacher zu brechen: Auf die sieben WM-Titel fehlt ihm nur noch ein einziger, auf die 91 Grand-Prix-Siege nur noch sieben Stück, und bei den Pole-Positions ist Hamilton sogar schon Spitzenreiter der ewigen Bestenliste (88:68).

James Allison hat mit beiden gearbeitet: In den 1990er-Jahren als junger Ingenieur bei Benetton mit Schumacher, aktuell als Technischer Direktor bei Mercedes mit Hamilton. Und eines unterscheidet Hamilton seiner Meinung nach von vielen anderen Größen der Formel-1-Geschichte: seine Integrität als Sportsmann.

"Er hat mehrere Weltmeisterschaften und unzählige Rennen gewonnen, aber wenn man seine Karriere durchleuchtet, findet man kaum einen Moment auf der Strecke, wo er mal was Unschönes gemacht hätte", sagt Allison in einem Interview auf dem YouTube-Kanal des Mercedes-Teams.

Scrollen, um mit dem Inhalt fortzufahren
Anzeige

Hamilton habe im Verlauf seiner Karriere "viele atemberaubende Manöver" und "viele mutige Aktionen" gezeigt, sei aber "nie jemandem unfair ins Auto gefahren". Ganz anders als andere Legenden des Sports, etwa Schumacher oder auch Ayrton Senna, die immer wieder in Kontroversen verwickelt waren.

"Ich hoffe, dass er für den Rest seiner Karriere so bleibt, denn das ist ein makelloser Rekord. Unter Mehrfach-Weltmeistern ist es einmalig, so erfolgreich zu sein ohne einen Anflug von schlechtem Sportsgeist. Das ist beeindruckend, finde ich ", sagt Allison.

Eine weitere Eigenschaft, "die Lewis so besonders macht", ist in seinen Augen: "Lewis ist inzwischen einer der ältesten Fahrer in der Formel 1 - fährt aber immer noch wie einer der jüngsten!"

Mit Bildmaterial von LAT.

Lesen Sie auch