Johnny Herbert: Würde lieber George Russell nehmen als Alonso

Norman Fischer
motorsport.com

Die Rückkehr von Fernando Alonso schwebt weiterhin über der Formel 1. Der Spanier will angeblich ein Comeback geben und wird als heißer Kandidat für den Platz von Daniel Ricciardo bei Renault gehandelt. Geht es nach Ex-Pilot Johnny Herbert, dann ist die Zeit des zweimaligen Weltmeisters aber endgültig vorbei.

"Auch ein Fernando Alonso kommt mal an das Ende seiner Karriere und die Dinge drehen sich weiter. Das gilt auch für Nigel Mansell, Mika Häkkinen oder auch Michael (Schumacher; Anm. d. Red.)", sagt der Brite. "Alle sind großartige Fahrer, aber ihre Karrieren sind vorbei."

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Gerne wird in diesem Fall das Attribut Erfahrung benutzt, mit dem Routiniers ein Team nach vorne bringen können. Doch ist das wirklich so? Da hat Herbert seine Zweifel: "Aus irgendeinem Grund hat er es auch nicht geschafft, McLaren irgendwo hin zu führen", sagt er über Alonso.

Wäre Herbert Teamchef, würde er daher auf die Dienste des Spaniers verzichten und lieber ein aufstrebendes Talent verpflichten. "Ich würde jemanden mit großer Leidenschaft nehmen. Jemanden, der es wirklich drauf hat. Nimm einen Jungen, wie es Ferrari mit Charles Leclerc gemacht hat. Das ist die Zukunft - nicht die ältere Generation, weil sie ihren Zenit bereits überschritten hat."

Wenn sich Herbert für einen Fahrer entscheiden müsste, würde er Williams-Pilot George Russell nehmen: "George hat für mich etwas sehr Besonderes", lobt er. "Er hat für mich eine sehr gute mentale Kapazität an Rennwochenenden. Und er ist ein verdammt guter Fahrer. Wir haben in der Formel 2 gesehen, wie gut er sie gewonnen hat. George wäre definitiv derjenige, den ich wählen würde."

Mit Bildmaterial von LAT.

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