Junuzovic nach Sieg über RB: "Des is a Wahnsinn"

Nicht zum ersten Mal ist Trabzonspor an Bremens Kapitän Junuzovic interessiert. Mitte August haben die Türken aber offenbar keine Chance mehr.

Zlatko Junuzovic ließ sich am Ende des österreichischen Festtages nicht lange bitten. "Um einen Kaiserschmarrn werden wir wohl nicht herumkommen", sagte der Kapitän von Werder Bremen nach dem 3:0 (1:0) gegen RB Leipzig, einem Sieg in drei rot-weiß-roten Akten. Und fügte mit einem breiten Grinsen an: "Des is a Wahnsinn!"

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Was Junuzovic mit seinen Landsleuten Florian Grillitsch und Florian Kainz ausgerechnet gegen den Klub eines österreichischen Energiebrause-Giganten mit österreichischem Trainer vollbrachte, hatte die Bundesliga noch nicht gesehen: Drei Treffer durch drei Austria-Importe in einer Partie. "Heute waren die Österreicher vielleicht die besseren Fußballer", sagte Grillitsch mit einem Augenzwinkern.

Nouri schwärmt von "großartigem Teamgeist"

Viel wichtiger war den Werder-Profis allerdings die Fortsetzung der beeindruckenden Serie im spannenden Abstiegskampf. 13 von 15 Punkten hat Werder in den vergangenen fünf Partien eingesammelt, präsentiert sich zu kurz vor dem Beginn der entscheidenden Saisonphase in bestechender Form und konnte gegen den Tabellenzweiten Leipzig sogar die unangefochtenen Leistungsträger Max Kruse und Serge Gnabry (beide Muskelverletzungen) problemlos ersetzen.   

"Wir hatten wieder einen großartigen Teamgeist auf dem Platz, standen stabil und hatten gute Umschaltsituationen. Jeder einzelne Spieler lebt diesen Spirit", sagte Trainer Alexander Nouri, der Mitte Februar noch erheblich um seinen Job bangen musste. Mit dem Sprung auf Platz 13 rückt nun eine Vertragsverlängerung wieder näher. Darüber sprechen will Sportchef Frank Baumann allerdings weiterhin erst, wenn Werder Fakten geschaffen hat und der Klassenerhalt unter Dach und Fach ist.

"Schade, dass jetzt Länderspielpause ist", sagte der Manager, der bei gleichbleibenden Leistungen möglicherweise schon vor dem letzten Spieltag durch die Paragraphen eines neuen Arbeitspapiers für seinen Trainer gehen kann. Werder brillierte nicht gegen die starken Sachsen, bewies aber erneut beharrlichen Kampfgeist und große Effizienz. 

Das 1:0 erzielte der starke Junuzovic - bekennender Energiebrause-Konsument - mit der ersten echten Torchance. Leipzig, das ordentlich begonnen hatte, traf noch durch Sabitzer den Pfosten (39.), doch danach hatten die Hanseaten das Geschehen immer besser im Griff. Grillitsch (59.) nach Freistoß-Trick mit Junuzovic und der eingewechselte Kainz (90.) verwandelten das Weserstadion in eine Partyzone. "Ich hoffe, die Gastronomen im Viertel haben genug Bier für die Fans kalt gestellt", sagte Nouri anschließend mit einem breiten Grinsen im Gesicht.

Doch der 37-Jährige, der seinem Team zwei freie Tage gewährte, kehrte wie seine Profis schnell zurück zur nüchternen Sachlichkeit. Trotz des österreichischen Festtages ist der Klub an der Weser weiter in Gefahr. "Wir sind mittendrin im Abstiegskampf und dürfen nicht abschalten", sagte Junuzovic, der im rot-weiß-roten Jubel noch ein dickes Lob für Nouri platzierte: "Für das Trainerteam freut mich der Sieg besonders, sie arbeiten sehr akribisch und passen gut zu uns."

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