Juventus: Kroatischer Arzt kritisiert Pjaca-Behandlung

Der junge Flügelspieler erlitt im Freundschaftspiel von Kroatien gegen Estland einen Kreuzbandriss. Nach der Operation ist sein Saisonende besiegelt.

Marko Pjaca von Juventus Turin riss sich während der Länderspielpause das Kreuzband im Knie. Am Freitag soll der Kroate in Rom von dem italienischen Arzt Dr. Mariani operiert werden. Der Arzt des kroatischen Verbandes, Dr. Boris Nemec, äußert Bedenken bezüglich der Methode, welche sein italienischer Kollege verwendet.

"Die Methode, die Dr. Mariani verwendet, ermöglicht es den Spielern nach vier bis viereinhalb Monaten wieder zurückzukommen. Die FIFA empfiehlt jedoch eine Pause von sieben bis acht Monaten bei einer solchen Verletzung. Ich würde es nie einem Spieler erlauben, nach weniger als sechs Monaten nach der Operation wieder Fußball zu spielen", so der kroatische Team-Arzt gegenüber 24 Sata.

Für Nemec ist das Risiko einer erneuten Verletzung zu hoch: "Die Chance, sich diese Verletzung nochmals zuzuziehen, liegt bei Patienten wie Pjaca bei drei bis fünf Prozent. Wenn mich ein Spieler bittet, vor dem sechsten Monat wieder auf dem Platz zu stehen, dann sage ich zu ihm sagen, dass er sich einen anderen Arzt suchen soll."

Laut Nemec liegen die Chancen, dass Pjaca sein altes Niveau wieder erreichen kann, nur knapp über 50 Prozent: "Die Statistik zeigt, dass 55 Prozent der Spieler mit einem Kreuzbandriss zu ihrer alten Form zurückkommen. Leider schaffen es aber 45 Prozent eben nicht."

Pjaca absolvierte vor seiner Verletzung 22 Pflichtspiele in dieser Saison für den italienischen Serienmeister Juventus.

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