Kölner Haie kämpfen um ihre Zukunft

SID
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Die Kölner Haie aus der Deutschen Eishockey Liga (DEL) kämpfen um ihre Zukunft.

Mit einem Aufruf an die Dauerkartenbesitzer und einer Kampagne unter dem Saisonmotto #immerwigger, die sich an alle Kölnerinnen und Kölner richtet, soll der "Fortbestand des Eishockeystandorts Köln" gesichert werden. Laut Vereinsmitteilung vom Donnerstag tragen Spieler, Trainer und Mitarbeiter mit einem Gehaltsverzicht von bis zu 60 Prozent in der Coronakrise zum Ausgleich der finanziellen Schieflage bei (ausgewählte Spiele der DEL LIVE im TV auf SPORT1 und im LIVESTREAM).

"Die Spieler zeigen eine außergewöhnliche Bereitschaft, durch einen massiven Gehaltsverzicht ihren Beitrag zu leisten", hieß es in der Mitteilung der Haie. In den vergangenen Tagen seien "intensive Gespräche" geführt worden.

DEL-Boss schließt Geisterspiele nicht mehr aus

Die Haie bangen wie die anderen DEL-Klubs um ihre Zukunft, der Saisonstart wurde wegen der Zuschauerbeschränkungen bereits zweimal verschoben. Ohne Fans fehlen 80 Prozent der Einnahmen. "Der bedeutendste Teil unserer wirtschaftlichen Grundlage wird entzogen", schrieben die Kölner. Der achtmalige Meister hofft auf Unterstützung der Dauerkarteninhaber und aus der Bevölkerung. So sollen virtuelle Tickets verkauft werden.

Derzeit ist angedacht, dass es Mitte Dezember mit dem Spielbetrieb losgeht. Entgegen der bisherigen Ankündigungen hatte DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke am Donnerstag im Interview mit der Stuttgarter Zeitung und den Stuttgarter Nachrichten Geisterspiele nicht mehr ausgeschlossen.

Ab dem 11. November nehmen acht von 14 DEL-Klubs am sogenannten MagentaSport Cup teil. Köln tritt nicht an.