Königliches Fernduell um die Spitze

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Königliches Fernduell um die Spitze
Königliches Fernduell um die Spitze

Mit vielen Neuzugängen und dem Sieg in Köln hat Rekordmeister New Yorker Lions in der SharkWater GFL am letzten Wochenende ein Signal an die Konkurrenz gesendet: Trotz der drei Niederlagen bisher haben die Braunschweiger die Titelverteidigung noch nicht abgeschrieben. (GFL: Spielplan/Ergebnisse und Tabellen)

Braunschweigs Team schiebt am Wochenende Sondertrainingseinheiten, um sich bereits jetzt auf das Spitzenspiel in Dresden am 14. August vorzubereiten. Um Punkte spielen diese Woche die neuen Favoriten im Norden. Sowohl die Potsdam Royals beim Nachbarn Berlin Rebels als auch die Dresden Monarchs im Heimspiel gegen die Kiel Baltic Hurricanes sind dabei sicherlich favorisiert, kommen allerdings beide aus einer mehrwöchigen Pause. (Alles Wichtige zur GFL)

Dresden holt Anthony Brooks

Beide waren allerdings dabei natürlich nicht untätig. Dresden etwa hat sich ebenso wie die Braunschweiger für die entscheidende Phase noch einmal verstärkt. Neu dabei ist bei den Sachsen nun erstmals Anthony Brooks. Der 27-jährige Amerikaner mit britischem Pass hatte in der Saison 2019 im Dress von Frankfurt Universe 82 Passfänge und 1.086 Yards geholt und heuerte nun bei den Monarchs an.

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Die Kiel Baltic Hurricanes könnten dennoch auch für den Tabellenführer der SharkWater GFL Nord ein unangenehmer Gegner werden. Seine Heimspiele gegen Braunschweig und Berlin gewann das Team, das nach einer schwachen ersten Saisonhälfte inzwischen zueinander gefunden hat. So besteht noch ein kleine Chance, unerwartet doch in die Play-Offs einziehen zu können, wenn dazu auch weitere Überraschungen nötig wären.

Dresdens Head Coach Ulrich Däuber warnt seinen Kader jedenfalls. Trotz des vorletzten Tabellenplatzes der ‘Canes in der Staffel Nord sollen die Königlichen ihren Gegner auf keinen Fall unterschätzen. “Wir wissen, dass Kiel ein gutes Team hat und stets für eine Überraschung gut ist. Dennoch starten wir selbstbewusst in die Rückrunde und wollen unbedingt den Sieg vor heimischer Kulisse”, gibt Däuber die Richtung vor.

Setzen er sich mit den Dresdnern und zugleich die Potsdamer in Berlin durch, würde in der SharkWater GFL Nord die Kluft in der Tabelle zwischen dem letzten Play-Off-Rang vier und Platz fünf noch ein wenig weiter wachsen. In der Süd-Gruppe hingegen ballt sich gerade in dieser Tabellenregion einiges zusammen.

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Harter Kampf um die Play-Off-Plätze

Hinter den unangefochtenen und in Punktspielen in der Gruppe seit 2015 nicht mehr bezwungenen Schwäbisch Hall Unicorns belegen Saarland Hurricanes und Allgäu Comets mit zwei Minuspunkten derzeit die nächsten Play-Off-Ränge. Beide müssen zwar im weiteren Verlauf auch noch einmal gegen die Unicorns ran und sich zudem mehrfach gegen das Verfolgerfeld bewähren.

Doch für die drei Teams auf den Rängen vier bis sechs ist bei jeweils nur noch vier ausstehenden Spielen mehr oder weniger jetzt schon jede Partie ein mögliches “Endspiel”. Ganz besonders trifft dies beim Trip zu den Munich Cowboys diesen Samstag auf die Marburg Mercenaries zu. Deren Saison war mit großen Hoffnungen gestartet, auch weil der bis 2019 übermächtige hessische Konkurrent Frankfurt Universe erkennbar in die Krise schlitterte.

Doch nun sind nach sechs Spielen sowohl Offense als auch Defense der Marburger statistisch zwar besser als jene aus Frankfurt - ansonsten aber die schwächsten der gesamten Süd-Gruppe. Aktivposten ist Running Back Marcus Cox, doch schafft der Gegner es, dessen Kreise einzuengen, was zuletzt die Saarland Hurricanes bei ihrem 51:6 gegen die Marburger vorführten, ist den Mercenaries der Zahn gezogen.

Immerhin: Im Hinspiel gegen die Munich Cowboys erlief Cox trotz Niederlage 112 Yards. Dennoch dürfen die insgesamt etwas breiter aufgestellten Münchner sich gute Chancen ausrechnen, am Wochenende zunächst auf Rang vier vorzustoßen und zugleich die Marburger aus dem Play-Off-Rennen zu werfen. Zwar ist das Spiel gegen Marburg das erste unter dem neuen Head Coach Tony Moore, doch dürfte auch ihm Mut gemacht haben, wie gut die Münchner zuletzt gegen die Unicorns mithalten konnten.

Im Angriff stimmt in München derzeit der Mix zwischen Cowboys-Veteranen und Neuzugängen, bei den Receivern ist etwa das Duo mit dem langjährigen Münchner Kai Silbermann und US-Neuverpflichtung Michiah Quick eine Erfolgsgeschichte. Zudem ist die Defense der Cowboys die stärkere gegenüber den beiden Tabellennachbarn nicht nur aus Marburg, sondern auch aus Ravensburg.

Razorbacks vor hoher Hürde gegen Unicorns

Für die Ravensburg Razorbacks wird es daher auch im anstehenden Heimspiel gegen Schwäbisch Hall ähnlich schwer wie im hoch verlorenen Hinspiel, diese Woche selbst Akzente zu setzen. Dennoch stehen auch die Cowboys gegen Marburg selbst unter Druck. Denn ihr Spiel in Ravensburg verloren sie, auch gegen die Mercenaries haben sie nun nur eine einzige Chance. Zwei Niederlagen gegen direkte Konkurrenten würden sich schon zu einem erheblichen Nachteil hinsichtlich des bei Punktgleichheit entscheidenden Direktvergleichs summieren.

Und auch gegen den bayerischen Konkurrenten Allgäu Comets hatte man im Hinspiel ja das Nachsehen. Die Comets haben noch drei Heimspiele gegen die Teams vom Tabellenende im Restprogramm, das erste davon gegen die Stuttgart Scorpions an diesem Sonntag. Wollen die Cowboys also noch “Bayerischer Meister” werden, dürfen sie sich wohl keine Niederlage mehr erlauben, um am letzten Spieltag das Rückspiel gegen die Allgäuer in München zum Showdown machen zu können.

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