Als "Kameltreiber" verunglimpft: Skandal-Opfer startet bei Deutschland Tour

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Als "Kameltreiber" verunglimpft: Skandal-Opfer startet bei Deutschland Tour
Als "Kameltreiber" verunglimpft: Skandal-Opfer startet bei Deutschland Tour

Bei Olympia wurde Azzedine Lagab als “Kameltreiber” verunglimpft, nun startet der Algerier ab Donnerstag bei der Deutschland-Tour. Das Kontinental-Team Bike Aid hat den 34-Jährigen kurzfristig unter Vertrag genommen und will mit Lagabs Start ein Zeichen gegen Rassismus setzen.

"Azzedine Lagab in unser Team aufzunehmen und das während der laufenden Saison für eine so wichtige Rundfahrt, war natürlich keine einfache Entscheidung. Ich denke, wenn wir als Team dazu stehen, was wir vorgeben zu sein, dann müssen wir uns dieser Sache annehmen und uns selbst hinterfragen", sagte Lagabs neuer Teamkollege Matthias Schnapka: "Viele fragten, ob wir uns sicher sind, dass das die richtige Entscheidung war. Nein, das sind wir nicht. Allerdings können wir hoffen, dass das negative Ereignis der Anstoß zu etwas Positivem wird."

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Lagab war bei den Olympischen Spielen in Tokio vom BDR-Sportdirektor Patrick Moster rassistisch beleidigt worden. Moster hatte während des Zeitfahrens den deutschen Fahrer Nikias Arndt mit den Worten “hol die Kameltreiber, hol die Kameltreiber, komm” angefeuert.

Vor Arndt waren der Eritreer Amanuel Ghebreigzabhier und Lagab im Kampf gegen die Uhr auf die Strecke gegangen. Moster war nach dem Skandal nach Hause geschickt worden.

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