Valencia-Coach? Schwere Vorwürfe gegen Gattuso

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Valencia-Coach? Schwere Vorwürfe gegen Gattuso
Valencia-Coach? Schwere Vorwürfe gegen Gattuso

Der FC Valencia hat sich von Trainer Pepe Bordalás getrennt. Dies gab der frühere Europapokalsieger am Freitag bekannt.

Der spanische Coach hatte den finanziell angeschlagenen Klub in der Liga nur auf einen enttäuschenden neunten Platz geführt - und selbst der Einzug ins Pokalfinale (5:6 n.E. gegen Betis Sevilla) konnte ihn nicht retten, obwohl sein Vertrag noch bis 2023 gültig war.

Spanischen und italienischen Medienberichten zufolge soll der italienische Ex-Weltmeister Gennaro Gattuso zur neuen Saison in Valencia übernehmen. (DATEN: Die Tabelle von La Liga)

Der exzentrische Trainer ist offenbar auch schon mit seinem Berater Jorge Mendes nach Singapur geflogen sein, um mit Peter Lim, Valencias steinreicher Besitzer, den Deal unter Dach und Fach zu bringen.

Angeblich sind sich beide Parteien bereits grundsätzlich einig. Gattuso soll einen Zwei-Jahres-Vertrag erhalten und drei Millionen Euro plus Prämien pro Saison verdienen. Zuvor hatte der 44-Jährige den SSC Neapel und AC Mailand trainiert.

Ex-Vize-Präsident will Gattuso-Deal verhindern

Die Neuigkeiten über Gattuso kamen wegen dessen Vergangenheit aber gar nicht gut an (NEWS: Alle aktuellen Infos zu La Liga)

Der ehemalige Vize-Präsident Miguel Zorio startete in den Sozialen Medien eine Kampagne gegen den designierten Valencia-Trainer wegen früherer Bemerkungen über Frauen, Homosexuelle und schwarze Spieler.

Für einen der größten Hitzköpfe im europäischen Fußball nichts Neues: Denn das flog Gattuso bereits letztes Jahr um die Ohren, als der Italiener bei Tottenham Hotspur als Trainer gehandelt wurde.

Unter dem Hashtag #NoAGattuso fordert Zorio die Valencia-Fans auf, sich gegen neuen Coach zusammenzuschließen. Und diese Fraktion wird immer größer. Der Widerstand wächst von Stunde zu Stunde.

Fraglich nur, ob sich Valencias widerspenstiger Eigentümer Lim, der selbst unter der Kampagne #LimOut zum Rücktritt bewegt werden sollte, davon beirren lässt. Zudem ist Gattusos Agent Mendes auch Berater des Chinesen.

Kampagne gegen „Fremdenfeindlichkeit, Homophobie und Gattusos Macho-Gehabe“

Zorio verschickte über seine Plattform „Marea Valencianista“ eine ausführliche Mitteilung mit Gattusos Verfehlungen und startete so seine Kampagne gegen „Fremdenfeindlichkeit, Homophobie und Gattusos Macho-Gehabe“. Dabei erinnerte er auch an das „Nein“ der Tottenham-Führung im vergangenen Jahr.

Besonders im Fadenkreuz standen Äußerungen aus dem Jahr 2013, als Barbara Berlusconi ins Milan-Management eintrat: „Ich kann mir Frauen im Fußball einfach nicht vorstellen. Ich sage es nicht gerne, aber so ist es nun einmal“, so Gattuso damals.

Dann die von 2008, am Vorabend eines Spiels zwischen Italien und Spanien: „Die Ehe sollte zwischen einem Mann und einer Frau geschlossen werden, und die homosexuelle Ehe ist mir sehr fremd. Aber jeder macht, was er will“.

Und schließlich die Bemerkung nach den Buh-Rufen gegen Boateng bei einem Spiel im Jahr 2013, die dazu führten, dass der Spieler das Spielfeld verließ. „Wie oft sind Weiße schon ausgebuht worden? Das ist mir passiert, aber ich messe dem keine große Bedeutung bei“, sagte der frühere Mittelfeld-Abräumer.

Nachdem schließlich der Spurs-Deal platzte, sagte „Rino“ im vergangenen Sommer: „Sie haben mich anders beschrieben, als ich bin, und es gab nichts zu tun, ich hatte nicht die Möglichkeit, mich zu verteidigen. Und ich musste eine Geschichte akzeptieren, die mich mehr verletzte als eine Niederlage oder ein Freispruch. In den sozialen Medien ist es möglich, jeder Unwahrheit Nachdruck zu verleihen.“

Zorio bezeichnet Gattuso als krank

Ob sich der Besitzer der Blanquinegros davon aber abhalten lässt, gilt zu bezweifeln. Deshalb lässt Zorio auch nichts unversucht und ruft nicht nur die Valencia-Fans, sondern auch lokale Politiker dazu auf, „sich gegen die Pläne von Peter Lim zu stellen“.

In seinem persönlichen Krieg gegen Lim und dessen Intimus Mendes ließ sich der ehemalige Valenica-Präsident schließlich zu einer Aussage hinreißen, die etwas über das Ziel hinaus schoss.

Zorio bezeichnete Gattusos „Krankheit“ als „chronisch und degenerativ, unheilbar und durch den Stress seines Berufs verschlimmert“. Das könnte der Kampagne aber mehr schaden, als dienen!

Von offizieller Seite des spanischen Klubs gab es diesbezüglich noch kein Statement. (DATEN: Ergebnisse und Spielplan von La Liga)


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