Karriereende noch nicht in Sicht: Bottas träumt weiter vom WM-Titel

Ruben Zimmermann
motorsport.com

Valtteri Bottas feiert im August seinen 31. Geburtstag. Zum alten Eisen zählt er damit zwar noch nicht, doch Youngster Lando Norris ist beispielsweise zehn Jahre jünger als der Finne. In der Serie 'Deep Dive' auf dem Mercedes-YouTube-Kanal betont Bottas, dass ein Karriereende für ihn aktuell noch kein Thema sei. "Darüber denke ich noch nicht nach", stellt er klar.

Zwar läuft Bottas' Vertrag bei den Silberpfeilen Ende des Jahres aus. Er geht allerdings davon aus, auch über 2020 hinaus in der Königsklasse zu fahren. "Ich habe noch viele Jahre in der Formel 1", ist sich Bottas sicher und verrät: "Ich habe das Gefühl, dass ich meinen Höhepunkt noch nicht erreicht habe." Mit anderen Worten: Er kann noch besser werden.

Mit vier Siegen und WM-Platz zwei lieferte Bottas 2019 seine bislang beste Formel-1-Saison ab. Am Ende war er allerdings erneut chancenlos gegen seinen Teamkollegen Lewis Hamilton. Seinen Traum vom WM-Titel gibt der Finne deswegen allerdings noch nicht auf. Er erklärt, dass er in seinem Leben viel investiert habe, um es überhaupt so weit zu schaffen.

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"Wenn man mit sechs Jahren davon träumt, Formel-1-Fahrer zu werden, dann hat man eigentlich keine Ahnung, wie das überhaupt sein wird", verrät er. Das Leben als Formel-1-Star habe zwar viele positive Seiten. "Aber wenn man der Beste sein möchte, dann ist nichts im Leben leicht. Man muss Dinge opfern", erklärt er. Er habe über viele Jahre viele Opfer bringen müssen.

"Wenn die Leute einen erkennen, dann würde man am liebsten manchmal unbekannt sein und einfach verschwinden wie ein Geist", lacht Bottas, für den der hohe Bekanntheitsgrad manchmal ein Nachteil ist. Er habe sich allerdings mittlerweile daran gewöhnt. Der Mercedes-Pilot erinnert zudem daran, dass jeder Beruf negative Seiten mit sich bringe.

"Man muss damit umgehen und daran denken, dass man großes Glück hat, das zu tun, was man liebt und von dem man als Kind geträumt hat", so Bottas. Ihm sei es immer nur darum gegangen, die schnellsten Autos der Welt zu fahren und gegen die besten Piloten anzutreten. Dass er damit mittlerweile auch noch gutes Geld verdiene, sei für ihn eher ein "Bonus".

"Als Kind war mir das Geld egal, als ich davon geträumt habe, Formel-1-Fahrer zu werden", verrät er und ergänzt mit einem Lachen: "Aber sagt Toto [Wolff] nicht, dass ich auch umsonst fahren würde." Bei den anstehenden Vertragsverhandlungen für 2021 würde das nicht gerade helfen ...

Mit Bildmaterial von LAT.

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