Kaymer für Golf-Turniere 2020 pessimistisch

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Sport1

Deutschlands Topgolfer Martin Kaymer glaubt angesichts der Corona-Pandemie nicht mehr an eine Rückkehr auf den Platz in diesem Jahr. "Wie sollen wir uns in einem Land treffen, wenn jedes Land andere Verordnungen hat? Und wann soll das funktionieren? Ich sehe das in diesem Jahr fast gar nicht mehr, wenn ich ehrlich bin", sagte der ehemalige Weltranglistenerste im Interview mit dem SID.

Es gebe, so Kaymer, so viele Fragezeichen. "Wenn man überhaupt einreisen darf, muss man dann in Quarantäne?" Wegen der Coronakrise ruhen derzeit die Golf-Touren weltweit. Aktuell wurden von der Europa-Tour die BMW International Open in München (25. bis 28. Juni) und die French Open bei Paris (2. bis 5. Juli) abgesagt.

Angesichts dieser Situation versuche er, sich "nur mit dem Ist-Zustand zu beschäftigen" und er frage sich, "was ich beeinflussen kann", führte der zweimalige Major-Gewinner aus. Kaymer hält seinen Körper trotzdem in Schwung. "Ich arbeite viel an der Fitness, denn wenn es losgeht, wird es ein Marathon, dann musst du jede Woche fit sein. Die Basis kann ich jetzt legen", sagte der 35-Jährige.

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Auf die neuen Umstände hat sich Kaymer gut vorbereitet. "Ich hatte mir eine kleine Indooranlage gebaut, einen Golfsimulator, um im Schlag zu bleiben", sagte der Rheinländer, "ich möchte auch ein bisschen spielen, weil es mir einfach Spaß macht. Am meisten vermisse ich, nach draußen zu gehen und den Ball fliegen zu sehen und das Gras zu riechen, insgesamt das Gefühl, was einem das Golfen gibt."

Verständnis zeigt Kaymer für den Erhalt der Einschränkungen in der Coronakrise, wie es von Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Länderchefs am vergangenen Mittwoch verkündet worden war. "Man sollte sich selbst nicht zu wichtig nehmen, man sollte das große Ganze sehen und nicht nur seinen Teil, seine Sportart oder seinen Beruf", sagte Kaymer.

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