Kaymer: Olympia "leider nicht als Turnier gesehen"

Sportinformationsdienst
Sport1

Deutschlands bester Golfer Martin Kaymer will nach seinem Olympia-Debüt 2016 das Turnier im kommenden Jahr in Tokio professioneller angehen.


"Ich werde das sicher anders machen als in Rio", sagte der 34-Jährige aus Mettmann anlässlich eines Medientages seiner eigenen Helianthus Stiftung, die sich für benachteiligte Kinder einsetzt.

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Um sich besser auf den Kampf um Gold konzentrieren zu können, werde er auch in Sachen Unterkunft Veränderungen vornehmen. "Ich habe mich schon über Hotelzimmer informiert", sagte Kaymer mit einem Lächeln der Vorfreude, "ich werde die ersten drei, vier Tage im Olympischen Dorf sein. Weil der Golfplatz 70 Kilometer vom Dorf weg ist, werde ich mir ein Zimmer am Golfplatz nehmen."

"Vor drei Jahren habe ich kaum geschlafen"

Das wuselige Miteinander im Dorf habe ihn in Rio zu sehr abgelenkt. "Vor drei Jahren habe ich kaum geschlafen, vielleicht zwei, drei Stunden pro Nacht. Da lag ich spät im Bett und habe gedacht: Oh, die spielen noch Handball, da kann ich ja noch vorbeifahren", berichtete der zweimalige Majorsieger.


Er habe Olympia "leider nicht als Turnier gesehen, um wirklich die Goldmedaille zu holen, sondern eher als eine Lebenserfahrung. Da war eine Unzufriedenheit da. Das werde ich nächstes Jahr anders machen." Immerhin hatte Kaymer 2016 beim Olympiasieg des Engländers Justin Rose Rang 15 belegt.

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