Kehrt Heidel jetzt zurück nach Mainz?

Christopher Michel
·Lesedauer: 2 Min.

Kehrt Christian Heidel rund vier Jahre nach seinem damaligen Abgang zum FC Schalke 04 nach Mainz zurück?

Bei der ursprünglich für 27. Oktober angesetzten, aber zuletzt abgesagten Mitgliederversammlung stand sein Name noch nicht zur Wahl. Doch im Umfeld des FSV werden die Rufe nach Heidel immer lauter, der 57-Jährige arbeitete schon von 1992 bis 2016 sehr erfolgreich bei den Rheinhessen.

Schröder lobt Heidel

Selbst von den 16 Kandidaten, die um die acht Aufsichtsratsplätze in Mainz kämpfen, zeigt sich laut Sport Bild ein Teil offen für eine Rückkehr von Heidel.

Sportvorstand Rouven Schröder wollte sich ebenfalls nicht davor verschließen, noch mehr Expertise in den Verein zu holen: "Wenn sich Menschen, die Mainz 05 nahestehen, öffentlich zu Wort melden, dann wird denen intern Gehör verschafft. Es ist doch klar, dass wir uns verbessern wollen."

Heidel und Schröder pflegen ein gutes Verhältnis. Schröder kam im Februar 2016 von Werder Bremen, Heidel baute ihn einige Monate als seinen Nachfolger auf.

"Christian erfährt eine riesengroße Wertschätzung in unserem Klub. Alle sprechen sehr positiv von ihm. Er war immerhin ein wichtiger Faktor in der Vereinsgeschichte", lobte der Sportvorstand. Schröder bremste zugleich aber die Erwartungshaltung: "Das heißt jetzt nicht, dass er am Europakreisel steht und nur darauf wartet, zu einem Kaffee zu uns zu kommen."

Prozesse bei Mainz laufen

Fakt ist allerdings: Nach unruhigen Wochen im Sommer geriet auch Schröder in die Kritik. Die Causa Ádám Szalai und das zu lange Festhalten an Achim Beierlorzer wurden dem Sportvorstand angekreidet, Veränderungen in der Führungsetage angeregt.

Präsident Stefan Hofmann sagte zuletzt: "Rouven Schröder steht von 6 Uhr morgens bis Mitternacht für Mainz 05 unter Strom, marschiert für den Verein. Man darf nicht vergessen: Er hat ein riesiges Spektrum. Andere Klubs haben zum Beispiel noch Sportdirektoren dazwischengeschaltet."

Doch dafür muss einiges angeschoben werden. Eine schnelle Entscheidung ist in Mainz daher nicht zu erwarten, wie Schröder betonte: "Die Prozesse laufen. Das heißt jedoch nicht, dass wir nächste Woche etwas zu verkünden haben."

Eine Rückkehr von Heidel könnte in dieser sportlich und atmosphärisch so schwierigen Zeit aber helfen - sowohl fachlich als auch stimmungstechnisch.