Doch kein Abriss: Michael Schumachers Kartbahn wird verschont

Juliane Ziegengeist
motorsport.com

Im kommenden Oktober sollte der Erftlandring in Kerpen-Manheim laut Plänen des Energiekonzerns RWE eigentlich dem Braunkohleabbau weichen und von Baggern platt gemacht werden. Doch nun scheint der Erhalt der legendären Kartbahn von Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher gesichert.

Dank anhaltender Proteste am Hambacher Forst und der benachbarten Steinheide, in der sich der Erftlandring befindet, musste RWE umdisponieren. "Unsere Planung sieht vor, den Restbereich der Steinheide innerhalb des heutigen Abbaubereichs nicht in Anspruch zu nehmen", sagte RWE-Sprecher Guido Steffen dem 'Kölner Express'.

Dies entspreche auch den Forderungen der nordrhein-westfälischen Landesregierung. "Von daher gehen wir davon aus, dass die in der Steinheide gelegene Kartbahn erhalten werden kann", so Steffen weiter. Die 550 Mitglieder der Sportstätte und Schumi-Fans können nun also vorsichtig aufatmen.

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Die Betreiber des Kartclubs selbst bleiben jedoch skeptisch. "Bevor wir das nicht offiziell von RWE bestätigt haben, werden wir keinen Kommentar dazu abgeben. Natürlich freuen wir uns, wenn es so kommt", wird Vereinspräsident Gerhard Noack zitiert. RWE-Sprecher Steffen versichert indes, sich bald mit dem Club in Verbindung zu setzen.

"Wir werden angesichts der neuen Situation an erster Stelle mit dem Kartclub sprechen. Weil wir mit der Umplanung noch am Anfang stehen und auch das Genehmigungsverfahren abwarten müssen, ist es zu früh für endgültige Festlegungen." Laut dem 'Express' soll der Kartclub die Möglichkeit des Rückkaufs bekommen.

RWE hatte Teile der Region aufgekauft, um dort seine Pläne für den Braunkohleabbau umzusetzen. Danach stand der 1980 erbaute Erftlandring vor dem Aus. Die Eigentümer der Kartbahn - der Schumacher-Familie gehörten zwei, dem Club ein Drittel - wurden entschädigt. Nun könnte die Strecke wieder in ihren Besitz übergehen.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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