Taumelnde Schalker: Nur eine Zahl macht ihnen noch Hoffnung

SPORT1
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Taumelnde Schalker: Nur eine Zahl macht ihnen noch Hoffnung
Taumelnde Schalker: Nur eine Zahl macht ihnen noch Hoffnung

Das so dringend benötigte Erfolgserlebnis konnte Schalke 04 auch beim Debüt des fünften Trainers in dieser Saison nicht feiern.

Mit Dimitrios Grammozis an der Seitenlinie reichte es für die Königsblauen gegen Mainz 05 zum Auftakt des 24. Spieltags nur zu einem 0:0. (Das Spiel im Ticker zum Nachlesen)

Während ihr ehemaliger Sportvorstand Christian Heidel mit den Rheinhessen weiter auf den Klassenerhalt hoffen kann, taumeln die Gelsenkirchener weiter dem Abstieg entgegen.

Schalke hat weiter acht Punkte Rückstand auf Platz 16

Der Rückstand auf die Mainzer, die jetzt den Relegationsplatz belegen, beträgt weiter acht Punkte. (SERVICE: Tabelle der Bundesliga)

So gesehen reicht der Punkt "natürlich nicht", sagte Schalkes Kapitän Sead Kolasinac, der unter Grammozis neuerdings im defensiven Mittelfeld spielt, bei DAZN: "Man hat heute gesehen, dass wir eine Systemänderung hatten. Ich glaube, dass braucht auch ein bisschen Zeit." (Spielplan und alle Ergebnisse der Bundesliga)

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Dennoch konnten die Schalker auch eine Mut machende Erkenntnis aus diesem Unentschieden mitnehmen. "Wir haben zu Null gespielt, das ist schon mal positiv", sagte Mittelfeldspieler Suat Serdar.

Das ist den Königsblauen in der Tat bislang erst zum dritten Mal in dieser Saison gelungen. Selbst bei den Pokalsiegen gegen die beiden Viertligisten Schweinfurt (4:1) und Ulm (3:1) mussten sie jeweils einen Gegentreffer hinnehmen.

Schalke kassiert mehr als 2,5 Tore pro Spiel

In der Bundesliga kassierten sie in bislang 24 Spielen 61 Gegentreffer, was einen Schnitt von mehr als 2,5 Toren pro Spiel ergibt. Insofern ist so ein 0:0 sicherlich zumindest ein kleines Erfolgserlebnis, sozusagen getreu dem alten Schalker Motto unter Jahrhundert-Trainer Huub Stevens: "Die Null muss stehen."

Gegen Mainz hatte S04 sogar die große Möglichkeit, schon früh in Führung zu gehen. Shkordran Mustafi scheiterte aber mit einem Kopfball in der 17. Minute am Mainzer Keeper Robin Zentner.

"Der Kopfball war eine der klarsten Chancen im Spiel. Der hätte auch reingehen können, dann sieht das Spiel ganz anders aus", sagte Serdar nach dem Spiel.

Allerdings blieb es anschließend für lange Zeit die einzige Chance der Gastgeber. Erst in der Schlussphase wurde Zentner wieder ernsthaft geprüft. Bei einem Schuss von Serdar machte er sich ganz lang und lenkte den Ball um den Pfosten.

Mainz bei Torschüssen mit 19:2 vorn

Während damit aber schon alle Torschüsse der Schalker aufgezählt sind, standen für die Mainzer am Ende 19 Torschüsse in der Statistik. Entsprechend gemischt fiel das Fazit von Gäste-Coach Bo Svensson aus: "Wir waren dem Gegner klar überlegen. Wir haben das Spiel dominiert, die zweite Halbzeit war nur in der Schalker Hälfte. Uns hat nur das Tor gefehlt zu einem richtig guten Tag."

Sein Gegenüber Grammozis, der am Dienstag die Nachfolge des gefeuerten Christian Gross angetreten hatte, überraschte mit dem 18 Jahre alten Bundesliga-Debütanten Kerim Calhanoglu in der Startelf, die Routiniers Benjamin Stambouli und Omar Mascarell mussten auf die Bank.

Im Tor gab die Frankfurter Leihgabe Frederik Rönnow nach dreieinhalb Monaten ihr Comeback. Amine Harit verletzte sich beim Aufwärmen und musste kurzfristig von Can Bozdogan ersetzt werden.

Nach einem verheißungsvollen Beginn und der Chance von Mustafi wurde Mainz immer besser. Vor allem Adam Szalai boten sich einige Gelegenheiten, die der Ungar allerdings ausließ.

Auch nach dem Seitenwechsel hatten die Gäste mehr Ballbesitz, brachten das Schalker Tor aber nur selten in Gefahr. Bei den Gelsenkirchenern war die Fehlerquote weiter extrem hoch. Zu hoch, um sich mit einem Sieg doch noch realistische Chancen auf den Klassenerhalt ausrechnen zu können.

Die nächsten Gegner heißen Wolfsburg, Mönchengladbach und Leverkusen.