Keine Aero, keine Leistung: Hülkenberg nach GT3-Test wenig beeindruckt

Heiko Stritzke
motorsport.com

"Ich bin ihn nur am Überfahren!" Nico Hülkenbergs erste Reaktion auf eine Testfahrt im GT3-Auto fällt zurückhaltend aus. Der Ex-Formel-1-Pilot und Le-Mans-Sieger von 2015 absolvierte Ende Mai einen Test für das Nürburgring-Team mcchip-dkr.

Dieses hat nun ein Video veröffentlicht, in dem es hinter die Kulissen blickt. Hülkenberg berichtet, dass der Lamborghini aus seiner Sicht "keine Aero" und "keine Leistung" habe. Das verwundert nicht, schließlich ist er an Monoposto-Raketen und Sportprototypen mit 1.000 PS gewöhnt.

"Man muss am Eingang sehr sauber fahren und rollen lassen", sagt er. Aufgrund der im Vergleich zu Formel-1-Autos behäbigen Beschleunigung gilt es, den Schwung besser aus den Kurven mitzunehmen und mehr Fokus auf den Kurvenausgang zu legen.

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Daneben fuhr er auch einige Runden im Porsche 911 GT2 RS Clubsport. Das Fahrzeug verfügt über etwas mehr Leistung als der Lamborghini, aber weniger Abtrieb. Direkte Reaktion von Hülkenberg: Der Lamborghini gewinnt.

Nach dem Test fasst er zusammen: "Es hat sehr viel Spaß gemacht und es war richtig cool, mal wieder im Rennauto zu sitzen. Gegenüber einem Monoposto ist es natürlich ein anderes Gerät. Aber ich habe mich wohlgefühlt und gut akklimatisiert. Wir können es gerne wiederholen."

Und das wäre auch angebracht, schließlich steht noch eine Challenge gegen Teameigner Danny Kubasik aus, der Hülkenberg im April herausgefordert hat. Beim Mai-Test griff er allerdings nicht selbst ans Steuer, da er seinem Kunden Mike Hansch möglichst viel Zeit im Cockpit einräumen wollte. Dieser fährt mit dem Lamborghini Huracan GT3 2020 im GTC Race, einer Rahmenserie der DTM.

Ein Engagement von Hülkenberg auf dem Nürburgring ist nach Informationen von 'Motorsport.com' weder geplant noch angedacht.

Mit Bildmaterial von mcchip-dkr.

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