Kevin Magnussen: Wechselt er jetzt in die IndyCar-Serie?

Norman Fischer
·Lesedauer: 3 Min.

"Ich arbeite noch an meinen Plänen für die Zukunft, die ich zu gegebener Zeit verkünden werde", schreibt Kevin Magnussen zur Trennung von Haas. Bislang steht nur fest, dass der Däne 2021 nicht mehr für den amerikanischen Rennstall in der Formel 1 an den Start gehen wird. Alles Weitere wird die Zeit zeigen.

"Ich habe mich schon eine Weile mit Optionen beschäftigt", erklärt Magnussen. Denn es war abzusehen, dass Haas in der kommenden Saison eine Veränderung auf der Fahrerseite anstreben würde. Ein Verbleib in der Formel 1 gilt jedoch für ihn und Teamkollege Romain Grosjean als unwahrscheinlich, dazu fehlen die offenen Möglichkeiten.

Magnussen kennt diese Situation bereits. Als er nach seinem Debütjahr für McLaren Platz für Fernando Alonso machen musste, musste er 2015 ein Jahr Auszeit einlegen. "Ich hatte zwar das Glück, dass ich danach noch einmal zurückkommen konnte, aber ein Sabbatjahr bevorzuge ich in keinster Weise", stellt er klar. "Ich möchte Rennen fahren. Ich bin ein Racer."

Ein mögliches Ziel könnte für ihn die IndyCar-Serie werden, in der auch sein Vater Jan in den 90er-Jahren einige Rennen bestritten hat. "Das hat mich immer interessiert", sagt Magnussen. "Als kleines Kind war ich mit meinen Dad bei den IndyCar-Rennen und dachte immer, dass es supercool sei und dass ich irgendwann einmal auch dort fahren möchte."

Aktuell sorgt aber die Coronasituation in Motorsportserien auf der ganzen Welt für Ungewissheit. "Es sieht nicht so einfach aus, einen guten Deal dort landen zu können", sagt der Däne. "Ich sage nicht nein dazu und sage auch nicht, dass es unmöglich ist, aber es sieht schwierig aus."

Magnussen betont, dass er derzeit "für ziemlich alles offen" sei, auch für einen Verbleib in der Formel 1. "Ich bin erst 28 und fühle, dass ich der Formel 1 noch mehr zu geben habe", so der Haas-Pilot. Aktuell spreche er mit allen möglichen Teams und Leuten. "Wer weiß, was in der Formel 1 passieren kann. Ich habe gelernt, dass man niemals nie sagen sollte."

Allerdings weiß er auch, dass er nicht das notwendige Budget aufbringen kann, um sich finanziell für Teams interessant zu machen - auch ein Grund für sein Aus bei Haas. "Ich habe Sponsoren, ich habe Partner, aber das ist in dieser Welt nicht groß. Für mich ist es nicht genug, um den Unterschied zu machen", sagt er. "Ich kann nicht das mitbringen, was andere Fahrer bringen."

Magnussen sieht seine Argumente eher sportlicher Natur. "Ich bin in den vergangenen Jahren bei Haas enorm gewachsen und habe eine Menge von Romain gelernt. Ich spüre dass ich bereit bin, den nächsten Schritt zu gehen, gleichzeitig finde ich mich vermutlich im Abseits wieder." Doch das will er eigentlich nicht. "Ich könnte mich nicht ein ganzes Jahr an der Seitenlinie sehen."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.