Kimmich als Lahm-Nachfolger: Sagnol äußert Bedenken

P. Geiger
90Min

​Bayerns Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge verkündete in der vergangenen Woche, dass Joshua Kimmich die Nachfolge von Philipp Lahm als Rechtsverteidiger antreten soll. Der ehemalige Bayern-Profi Willy Sagnol äußerte in einem Interview Bedenken an diesem Vorhaben. 

Foto: Getty Images

Der Franzose spielte selbst achteinhalb Jahre lang (Juli 2000 bis Januar 2009) für den deutschen Rekordmeister und bestritt 184 Bundesliga-Partien als Rechtsverteidiger. Daher weiß der 40-Jährige genau, welche Eigenschaften für diese Position von Nöten sind.  "Ein Außenverteidiger ist zuerst ein Verteidiger. Kimmich hat mehr Potenzial, um in der Mitte zu spielen", sagte Sagnol in einem Interview bei Sky.  "Im Zweikampf hatte er im letzten Jahr einige Probleme gehabt", bemängelte der Ex-Profi. 

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Zudem fehle es dem Nationalspieler auch an Erfahrung. " Die Bayern spielen sehr dominant. Die Verteidiger sind daher oft in einer 1:1-Situation. Dafür braucht es aber eben Verteidiger mit viel Erfahrung und die hat Kimmich noch nicht", so Sagnol. Dem Bayern-Profi winken in der kommenden Spielzeit zwar wieder mehr Einsatzminuten, allerdings nicht auf seiner Lieblingsposition. Kimmich selbst hatte Ende Dezember verlauten lassen, dass er sich eher als Nachfolger von Xabi Alonso sieht, der im zentralen Mittelfeld zu Hause ist. Auch der Spanier wird seine Karriere im Sommer beenden. 


Bayern-Cheftrainer Carlo Ancelotti erhielt von Sagnol ein Extra-Lob:  "Fußballprofis sind Fußballprofis. Die geben einhundert Prozent unter Guardiola und auch unter Ancelotti. Aber in schwierigen Phasen sind die menschlichen Qualitäten von Ancelotti ein großer Vorteil."

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