Kimmichs Umzug: Beckenbauer warnte schon davor

Florian Plettenberg
Sport1

Ob Hansi Flick eine Vorahnung hatte?

In Hoffenheim lief die 31. Spielminute, als Jérôme Boateng einen Schlag auf den Fuß bekam. Flick wechselte zur Halbzeit, brachte überraschend Corentin Tolisso für Boateng und zog Joshua Kimmich in die Innenverteidigung – während Lucas Hernández vorerst auf der Bank blieb. 


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Rückblickend sagte Flick am Montag dazu: "Es war die richtige Entscheidung. Wir wollten die Ordnung beibehalten und nicht groß wechseln."

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45 Minuten spielten sich Kimmich (halbrechts) und David Alaba (halblinks) somit im Defensiv-Zentrum ein – für den Pokalkracher am Abend gegen Schalke 04! (DFB-Pokal, Viertelfinale: Schalke 04 - FC Bayern, Di. ab 20.45 Uhr im LIVETICKER)

Boateng-Einsatz auf Schalke nahezu ausgeschlossen

Grund: Boatengs Einsatz ist aufgrund eines Magen-Darm-Infekts ist ausgeschlossen. Nach Informationen von BILD fehlte er auch beim Anschwitzen am Dienstagmorgen, war also nicht aus München nachgereist. Hernández fiel zudem kurzfristig aus (leichte Sehnenreizung im linken Fuß).

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Kimmich, der Innenverteidiger!

"Er kann das spielen, das hat er gezeigt", erklärt Flick, der den 25-Jährigen in den vergangenen Wochen dauerhaft im zentralen Mittelfeld eingesetzt hatte. "Er ist ein Spieler, der sehr variabel einsetzbar ist. Es ist nun eine Position weiter hinten, die macht er auch sehr gut."


Kimmich ist für Flick vor allem deshalb eine Option in der Innenverteidigung, weil er so dem Problem mit zwei Linksfüßen aus dem Weg geht, das die Besetzung Alaba/Hernández mit sich brächte.

Der Bayern-Trainer möchte zu viele Wechsel vermeiden, setzt also weiterhin auf Benjamin Pavard als Rechtsverteidiger und lässt Álvaro Odriozola auf der Bank. Javi Martínez stand nach langer Verletzung gegen Hoffenheimer erstmals wieder im Kader, ein Startelfeinsatz wäre ein Risiko.

Kimmich auch bei Guardiola in der Abwehrmitte

Das "Experiment" mit Aushilfs-Innenverteidiger Kimmich ist übrigens nicht neu. Auch Pep Guardiola setzte ihn einst dort ein. Unvergessen, wie er im März 2016 nach dem 0:0 bei Borussia Dortmund wild gestikulierend auf dem Platz mit ihm sprach und hinterher verriet: "Ich habe ihm gesagt, dass er einer der besten Innenverteidiger der Welt ist. Aber nicht nur das, er kann überall spielen."

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Franz Beckenbauer sagte hingegen einst bei Sky: "Ich möchte Kimmich hinten nicht in einer Eins-gegen-eins-Situation sehen, dafür ist er nicht schnell genug."


Kimmich kam unter Guardiola unter anderem im Achtel- und Viertelfinale der Champions League in der Innenverteidigung zum Einsatz. Zuletzt also in Sinsheim und am 23. Spieltag in Paderborn, als Flick auf eine Fünferkette mit drei Innenverteidigern gesetzt hatte (Kimmich, Alaba, Hernández).

Vorteil Kimmich: Trotz seiner 1,76 Meter ist er enorm kopfballstark, verfügt zudem über ein starkes Aufbauspiel und ist passsicher. Attribute, die Flick schätzt.

Wohl auch gegen Schalke 04.

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