Klimaziel 2030: Formel 1 und FIA unterzeichnen UN-Aktionsplan

Maria Reyer
motorsport.com

Die Formel 1 und der Automobil-Weltverband (FIA) haben im Kampf gegen die Erderwärmung und Klimakrise ein weiteres Zeichen gesetzt. Wie am Mittwoch bekannt wurde, haben sich beide Organisationen der Initiative "Sports for Climate Action Framework" der Vereinten Nationen verschrieben. Mit ihrer Unterschrift wollen die Sportverantwortlichen den ambitionierten Klimaplan bekräftigen.

Die Rahmenbedingungen der UN wurden am Rande der Weltklimakonferenz im Dezember 2018 in Polen veröffentlicht. Seither haben sich dutzende internationale Verbände, wie auch die Formel E, der internationale Skiverband (FIS) oder die nordamerikanische Basketball-Liga (NBA), angeschlossen und das Papier unterschrieben.

"Die globale Erwärmung gefährdet unseren Planeten und künftige Generationen. Die Bewältigung der Herausforderung erfordert Maßnahmen aller Sektoren, einschließlich des Sportsektors, um die Ziele des Pariser Abkommens zum Klimawandel zu erreichen", steht in der Einleitung geschrieben.

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Fünf Prinzipien des UN-Klimapakts

Die Formel 1 hat bereits im November des Vorjahres ambitionierte Klimapläne publik gemacht. Das Hauptziel des Sports besteht darin, bis 2030 CO2-neutral zu werden. Mit der Unterschrift des UN-Papiers hat sich die Königsklasse außerdem weitere fünf Prinzipien auferlegt.

Die Formel 1 muss zukünftige systematische Anstrengungen unternehmen, um das Umweltbewusstsein bei den Fans zu steigern. Außerdem muss der Sport seine gesamten Auswirkungen auf das Klima reduzieren und sich dem Klimaschutz verschreiben. Auch einen nachhaltigen und verantwortungsbewussten Konsum fördern, sich für mehr Klimaschutz einsetzen und dies auch kommunizieren.

"Im Vorjahr hat die Formel 1 ihre erste Nachhaltigkeitsstrategie veröffentlicht, in der unsere wichtige Rolle im Kampf gegen den Klimawandel festgeschrieben ist", betont Formel-1-Boss Chase Carey. Er ist davon überzeugt, dass die Initiative den ökologischen Fußabdruck des Sports verkleinern werde.

FIA bekräftigt Einsatz der Hybridmotoren

"Wir freuen uns sehr, die Bemühungen der Vereinten Nationen in diesem Bereich zu unterstützen. Wir werden eng mit der FIA, den Teams und unseren Partnern zusammenarbeiten, um sicherzustellen, dass wir unsere Pläne erfüllen und sinnvolle Veränderung passieren wird."

FIA-Präsident Jean Todt betont, dass sich die FIA mit ihren 244 Mitgliedern in 140 Ländern dem Umweltschutz verschreibt. Die Unterschrift des UN-Paktes würde das "Momentum" innerhalb der Organisation nur noch bekräftigen.

"Von der Einführung der Hybridmotoren in der Formel 1 bis zur Schaffung der Umwelt- und Nachhaltigkeitskommission investiert die gesamte FIA viel Zeit, Energie und finanzielle Ressourcen, um Umweltinnovation zu fördern." Die FIA strebe danach, größere Aufmerksamkeit auf das Thema zu lenken und als Vorbild in Sachen Nachhaltigkeit zu agieren.

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Mit Bildmaterial von LAT.

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