Klinsmann: "Mit Größenwahn hat das nichts zu tun"

SID
Nach Rücktritt als Trainer: Klinsmann verlässt auch Herthas Aufsichtsrat
Nach Rücktritt als Trainer: Klinsmann verlässt auch Herthas Aufsichtsrat

Ex-Bundestrainer Jürgen Klinsmann sieht seine Aufgabe bei Fußball-Bundesligist Hertha BSC als mittel- und langfristiges Ziel. "Die Frage ist doch immer: Was ist notwendig im jeweiligen Umfeld? Ein Fußballverein ist wie ein großes Orchester, bei dem man gucken muss, was gut funktioniert, was vielleicht ein bisschen eingeschlafen ist und was ausgetauscht gehört, weil es nicht mehr passt. Das tun wir gerade bei Hertha", sagte der 55-Jährige im Interview mit der Bild am Sonntag und Welt am Sonntag.
Beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) habe er vor der Heim-WM 2006 nur zwei Jahre Zeit gehabt, um Veränderungen herbeizuführen, "deswegen musste ich ganz anders da rangehen. Bei Hertha denken wir in viel größeren Zeiträumen und Etappen", so der Weltmeister von 1990 und Europameister von 1996.
Klinsmann hat klare Vorstellungen, welche Etappen in den nächsten Jahren bei der Hertha erreicht werden sollen: "Erster Schritt: Weg vom Tabellenkeller, durchatmen. Zweiter Schritt: Nächste Saison die Europa League erreichen. Dritter Schritt: In drei bis fünf Jahren um die Meisterschaft mitspielen und in die Champions League kommen." Er wisse, "dass bei dieser Planung schnell das Wort 'Größenwahn' fällt. Aber mit Größenwahn hat das mal gar nichts zu tun". 
Er habe sich sehr kurzfristig entschieden, das Traineramt bei der Alten Dame zu übernehmen: "Ich bin ein Abenteurer. Wenn mir einer sagt: 'Mach das bloß nicht', dann lege ich los. Ich stelle mir nie die Frage, was ich zu verlieren habe. So bin ich nicht."
Über seine Zukunft nach dem Ende der laufenden Saison habe er sich noch keine Gedanken gemacht: "Ich sage niemals nie, es ist nichts ausgeschlossen. Doch darüber zerbreche ich mir jetzt nicht den Kopf."




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