Klopp: "Nicht gesagt, dass ich nicht Bundestrainer werden will"

SPORT1
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Klopp: "Nicht gesagt, dass ich nicht Bundestrainer werden will"
Klopp: "Nicht gesagt, dass ich nicht Bundestrainer werden will"

Wenn es um die Nachfolge von Joachim Löw als Bundestrainer geht, nennen viele Fans den Erfolgstrainer Jürgen Klopp als die Wunschlösung.

Der Meistermacher des FC Liverpool ist aber auch einer der ersten Kandidaten, der diesen Gedankenspielen einen klare Absage erteilt hatte. Nicht unbedingt, weil kein Interesse an dem Posten herrscht. Sondern vielmehr, weil das Timing nicht passt - wie er jetzt erneut betonte.

"Wichtig ist: Ich habe nicht gesagt, dass ich nicht Bundestrainer werden will, sondern dass ich nicht kann. Das ist ein Riesenunterschied", stellte der ehemalige Bundesliga-Trainer in einem von Lothar Matthäus geführten Interview in der Sport Bild klar.

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Er habe eine starke Bindung zu seinem Arbeitsgeber FC Liverpool und stehe dort in der Verantwortung. "Ich bin das sechste Jahr in Liverpool, ich bin hier unglaublich viele Beziehungen mit Menschen eingegangen, mit denen ich täglich zusammenarbeite. Wir verlassen uns aufeinander." Klopp steht bei den Reds bis 2024 unter Vertrag.

Flick? Klopp hat einen anderen Favoriten

Ein vorzeitiger Abschied, gerade in Zeiten, in denen es nicht so gut läuft, ist für ihn unvorstellbar. Da könne er nicht sagen: "Ich bin dann mal weg? Das geht nicht." Das Löw-Erbe anzutreten wäre "ohne Frage eine große Ehre", aber der Zeitpunkt mache ein Engagement unmöglich.

Er habe zwar regelmäßig Kontakt zum DFB, aber über den nach der EM frei werdenden Job nicht gesprochen. Den aktuellen Trainer von Bayern München, Hansi Flick, hält Klopp derweil für einen guten Kandidaten, der die Rolle "hervorragend ausfüllen würde". Sein Favorit bleibe aber weiter der derzeit vereinslose und auch beim FC Schalke gehandelte Ralf Rangnick.

"Ich halte Ralf Rangnick für einen außergewöhnlichen Trainer, speziell für einen Verband, in dem man seit Jahren versucht, Dinge zu verändern", sagte Klopp: "Ralf könnte da viele Dinge anschieben. Ich halte ihn für eine sehr gute Wahl. Er ist ein toller Trainer, der immer bereit war, über den Tellerrand hinaus zu gucken, an Strukturen geschraubt hat."