Warum dieses Talent keine Minute für den BVB auflief

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Im Fußball geht es häufig um "hätte, wäre, wenn und aber". Nicht nur auf dem Platz, sondern häufig auch daneben. 

So zum Beispiel auch im Fall von Cristian Ramírez, der 2011 beinahe bei Borussia Dortmund gelandet wäre. Der Ecuadorianer konnte sogar den damaligen BVB-Trainer Jürgen Klopp von sich überzeugen, seinem Klub Independiente del Valle lag zudem ein Angebot vor - und dennoch platzte der angestrebte Wechsel. 

Warum es für Ramírez nicht zu den Schwarz-Gelben, sondern über Umwege zu Fortuna Düsseldorf, dem 1. FC Nürnberg und letztlich zu FK Krasnodar ging, wurde erst jetzt bekannt. 

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BVB wollte Ramírez 2011 holen

Im Sommer 2011 trumpfte der Außenverteidiger bei der U17-Weltmeisterschaft auf und wurde wenig später vom BVB zu einem Probetraining eingeladen. "Ich erinnere mich noch gut daran. Ich ging dorthin, um mit ihnen zu trainieren. Ich war mit mehreren wichtigen Spielern dort und da war auch Trainer Jürgen Klopp", erzählte Ramírez jetzt im Interview mit Estadio TV


Klopp war von dem jungen Spieler angetan und der BVB schritt zur Tat. "Sie haben einen Vertrag an Independiente geschickt, die meinen Spielerpass besaßen, aber die Verhandlungen scheiterten schließlich. Michel Deller (Ehrenpräsident und Besitzer von Independiente, Anm. d Red.) wollte mich nicht gehen lassen", sagte Ramírez und ergänzte: "Es war ein harter Schlag." 

Details aus Vertragsangebot bekannt

Estadio TV veröffentlichte Details aus dem Angebot für das Talent: Zwar wurden die exakten Summen nicht bekannt, allerdings bot der Bundesligist offenbar eine Zahlung von zwei Raten sowie diverse Boni. Zum Beispiel beim 10., 20. und 30. Pflichtspiel des Linksverteidigers für die erste Mannschaft des damaligen Deutschen Meisters. 


In dem Schreiben heißt es außerdem, dass die "hervorragenden Leistungen während seines Trainings, seine sportlichen Fähigkeiten und persönliche Einstellung" für Dortmund entscheidend gewesen seien.

Dortmund zeigte sich überzeugt, dass der damals 17-Jährige "unsere Erwartungen erfüllen und die Leistung unseres Teams verbessern kann". Unterschrieben wurde dieses Dokument von Michael Zorcs Sekretärin. 


Bei Dortmund hätte sich Ramírez hinter Marcel Schmelzer und Chris Löwe anstellen müssen. Er sollte als kommender Linksverteidiger aufgebaut werden. 

Letztlich wechselte er aber stattdessen zur Fortuna. 

Wie gesagt: Hätte, wäre, wenn und aber. 

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