Knausernder Verband könnte Russen-Stars Olympia kosten

SID
Sport1

Hochsprung-Weltmeisterin Marija Lassizkene und weitere russische Top-Leichtathleten drängen ihren suspendierten nationalen Verband RUSAF zur Zahlung der vom Weltverband World Athletics (WA) verhängten Geldstrafe.

WA hatte die RUSAF im März wegen wiederholter Verstöße gegen die Anti-Doping-Richtlinien zu einer Strafzahlung von zehn Millionen Dollar verurteilt.

Sollte die RUSAF bis zum 1. Juli keine erste Rate von fünf Millionen Dollar zahlen, würde das bisherige System kassiert werden, das nachweislich unbelasteten russischen Athleten wie Lassizkene Starts als neutrale Athleten gestattet.

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Damit wäre auch keine Teilnahme an den Olympischen Spielen in Tokio im Sommer 2021 möglich. Eine Sprecherin des Weltverbandes bestätigte der Nachrichtenagentur AFP, dass bislang keine Zahlung geleistet worden sei. 

Russische Athleten fürchten kompletten Ausschluss

"Drei Wochen vor Ablauf der von World Athletics gesetzten Frist haben wir den Eindruck, dass russische Athleten nicht nur eine weitere Sommersaison, sondern auch die Olympischen Spiele in Tokio verpassen könnten", schrieben Lassizkene, Stabhochsprung-Weltmeisterin Anschelika Sidorowa und der frühere Hürdensprint-Weltmeister Sergej Schubenkow in einem offenen Brief bei Instagram.

Weiter teilten sie mit: "Das Versagen der RUSAF, ihre Verpflichtungen zu erfüllen, wird zum endgültigen Ausschluss aus dem Weltverband führen und den Athleten auch die kleinste Chance auf einen Olympia-Start nehmen."


World Athletics hatte seine Sanktionen gegen die seit 2015 suspendierte RUSAF im Zuge des Dopingskandals noch einmal verschärft.

Neben der Geldstrafe, deren zweite Rate nach Zahlung der ersten zur Bewährung ausgesetzt wird, wurde festgelegt, dass höchstens zehn russische Sportler als neutrale Athleten bei den Olympischen Spielen in Tokio an den Start gehen können.

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