Ärger über BVB? Das sagt Kohfeldt

Im Bundesliga-Abstiegskampf ist es für Werder Bremens Trainer Florian Kohfeldt das vorrangige Ziel, die Chance auf den Klassenerhalt bis zum letzten Spieltag zu bewahren.

"Jedem von uns ist bewusst, dass wir an diesem Wochenende absteigen können. Aber wir hatten in dieser Saison schon zwei echte Druckspiele in Freiburg und in Paderborn und haben beide gewonnen", sagte der Coach am Freitag.

Der Tabellenvorletzte gastiert in der 33. Runde am Samstag (15.30 Uhr im LIVETICKER) beim Mitkonkurrenten FSV Mainz 05. Bei einer Niederlage und einem gleichzeitigen Heimsieg von Fortuna Düsseldorf gegen den FC Augsburg müssten die Hanseaten erstmals seit 40 Jahren zurück in die Zweitklassigkeit.

Nur mit einem Sieg in Mainz allerdings dürfen sich die Norddeutschen noch Hoffnungen auf einen direkten Klassenerhalt ohne Relegation machen. Kohfeldt: "Es geht um alles, und wir brauchen definitiv noch einen Tick mehr als gewöhnlich."

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Selbstmitleid und Verärgerung über die Champions-League-Klubs aus Dortmund und Leipzig, die unter der Woche Punkte gegen Werders direkte Abstiegskandidaten liegen ließen verbot er sich: "Es war kein schöner Abend vor dem Fernseher, aber wir haben uns selbst in diese Lage gebracht."

Auch von Appellen an die Konkurrenz, die gegen die Abstiegskandidaten noch antreten werden, sieht Kohfeldt ab. "Ich werde jetzt nicht mit dem Finger auf irgendjemanden zeigen. Ich darf mich damit nicht beschäftigen", sagte er.

Bei Gegner Mainz haben Sportvorstand Rouven Schröder und Trainer Achim Beierlorzer ihre Mannschaft mit deutlichen Worten auf den Abstiegskrimi eingeschworen.

"Es ist kein Endspiel, es ist ein Matchball, und den möchten wir verwandeln", sagte Schröder vor dem Duell des Tabellen-15. aus Mainz gegen den Vorletzten.

Beierlorzer forderte von seiner Mannschaft, die am Mittwoch überraschend 2:0 beim Spitzenklub Borussia Dortmund gewonnen hatte, "volle Konzentration und den absoluten Fokus auf die nächste Aufgabe". Man wolle "zupacken" und den Klassenerhalt perfekt machen, ergänzte der Coach. Der Erfolg in Dortmund soll Aufwind für das Werder-Spiel geben, so Beierlorzer: "Das müssen wir wieder auf den Platz bringen. Alles investieren, nichts zurückhalten."