Kolumne Immer Hertha: Voll auf die Socken

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Berlin. Eine Fußball-Mannschaft bei der Vorbereitung auf die neue Saison zu beobachten, erinnert immer auch ein wenig an Pausenhof-Analyse. In der Schule waren die Blicke nach den großen Ferien schließlich ähnlich neugierig: Wer macht nach der Sommerpause einen besseren Eindruck als vorher? Bei wem ist es eher umgekehrt? Wer verströmt plötzlich neues Selbstvertrauen und vor allem: Wie wirken die Neuen?

Bei Hertha BSC ist das natürlich nicht anders, auf dem Schenckendorffplatz werden die frischen Verpflichtungen nicht nur von Trainern und Teamkollegen beäugt, sondern auch von uns Journalisten. Der Body-Mass-Index lässt sich bestens über den Daumen peilen, darüber hinaus gibt der prüfende Blick auch Auskunft über Körpersprache, fußballerisches Können oder die Interaktion mit den neuen Kollegen. Mehr noch: Bei genauerem Hinsehen offenbaren sich mitunter interessante Eigenarten.

Bei Rekordeinkauf Lucas Tousart fällt beispielsweise auf, dass er keine Tätowierungen mit sich herumträgt, zumindest keine sichtbaren. Ein Bild, das selten geworden ist, schließlich nutzen die meisten jungen Kicker ihre Körper nicht mehr nur als Sportgerät, sondern längst auch als Leinwand. Sehr individuell das Ganze – so individuell, dass schon wieder alle gleich aussehen.

Dass Tousart nun mit blanken Armen und Beinen daherkommt, gefällt mir persönlich gut, denn küchenpsychologisch lässt sich dieser optische Eindruck prima interpretieren: Der Mann konzentriert sich halt auf das Wesentliche, ist reif, geerdet und br...

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