Olympia-Aus? Den Kombinierern droht ein Beben

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Olympia-Aus? Den Kombinierern droht ein Beben
Olympia-Aus? Den Kombinierern droht ein Beben

Vinzenz Geiger holt in Peking Gold, das Team im Mannschafts-Wettbewerb Silber - muss der deutsche Wintersportnation künftig aber ohne Olympia-Medaillen aus der Nordischen Kombination planen?

Die „NoKo“ bangt um ihre olympische Zukunft, weil die IOC-Entscheidung über die Aufnahme der Frauen ins Olympische Programm im schlimmsten Fall eine für sie ungünstige Kettenreaktion auslösen könnte. (NEWS: Alles zum Wintersport)

Renndirektor Lasse Ottesen warnt vor Horror-Szenario

Die Abstimmung am 26. Juni werde „wegweisend für die weitere Existenz unserer Sportart“, sagt FIS-Renndirektor Lasse Ottesen dem SID. Eine Weiterentwicklung sei „nur durch die Integration der Frauen“ möglich, sonst drohe auch den Männern das Aus.

Hintergrund: Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat gefordert, in allen Sportarten die gleichen Voraussetzungen für Frauen und Männer zu schaffen. Die Befürchtung: Sollten die Kombiniererinnen für 2026 nicht aufgenommen werden, könnte die Ausgewogenheit schon 2030 auf andere Art hergestellt werden - durch die Streichung der Männer-Wettbewerbe. Bislang gehörte die Kombination bei allen Winterspielen zum Programm.

Die Kombination ist die einzige Disziplin der Olympischen Winterspiele, die noch nicht geschlechterausgewogen ist. „Somit ist die Aufnahme der Frauen der letzte Schritt, um Gleichberechtigung innerhalb der FIS und der Olympischen Winterspiele zu erreichen“, sagt der frühere Skispringer Ottesen - bei deutschen Wintersport-Fans der Neunziger berühmt-berüchtigt für seine taktische Sprungverzögerung bei der Vierschanzentournee 1994, die damals Landsmann Espen Bredesen zum Sieg über Jens Weißflog verhalf.

Dabei haben die Kombiniererinnen schon viel erreicht: Seit 2020 gibt es einen Weltcup, seit 2021 sind sie im WM-Programm. „Die großartige Unterstützung aller nationalen Skiverbände in den vergangenen Jahren war ausschlaggebend für die schnelle und positive Entwicklung unserer Kombiniererinnen“, sagte Ottesen. Der Antrag auf Aufnahme in das Programm für Olympia 2022 war gescheitert.

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Mit Sportinformationsdienst (SID)

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