Kramer: "Leverkusen war der Knackpunkt"

Christoph Kramer kann sich vorstellen, während seiner Karriere nur noch für die Fohlen zu spielen. Für ihn ist Geld zweitrangig.

Nach desolater Hinrunde hat Gladbach in der Rückserie die Wende geschafft: In den bisherigen sieben Spielen gelangen fünf Siege, in der Europa League kann am Donnerstagabend gegen den FC Schalke der Einzug ins Viertelfinale gelingen. Gladbachs Christoph Kramer sieht das Duell mit Leverkusen zum Rückrunden-Auftakt als entscheidend - und den Gegentreffer im Hinspiel gegen Königsblau als gute Ausgangslage.

"Für mich war das Leverkusen-Spiel der Knackpunkt. Wenn wir nach einem 0:0 in Darmstadt das Ding bei Bayer nach dem 0:2-Rückstand nicht noch drehen, hängen wir bis zum 20. Mai unten drin und fliegen auch noch aus den zwei Pokalwettbewerben raus", ist sich Kramer im Gespräch mit dem kicker sicher. "Es geht mittlerweile ein bisschen unter, dass wir damals eine extrem schwierige Situation gemeistert haben."

Teilweise frage er sich etwa angesichts der Reaktionen auf die 1:2-Pleite in Hamburg am vergangenen Sonntag inzwischen dennoch, "ob die Leute noch unsere Ausgangslage vom Dezember auf dem Schirm haben. Wir spielen eine fantastische Rückrunde. Das ist keine 1 mehr, das ist eine 1+! Die Hamburg-Niederlage ändert daran gar nichts."

Gegentreffer gegen S04? "Gar nicht schlecht"

Immerhin habe Gladbach in der Liga eine spannende Ausgangssituation, steht im Halbfinale des DFB-Pokals und hat nach dem 1:1 auf Schalke am Donnerstagabend das Rückspiel im Europa-League-Achtelfinale vor der Brust.

"Das Auswärtstor ist gut, aber ich betrachte es nicht als großen oder entscheidenden Vorteil. Wir sollten mit der Einstellung ins Spiel gehen, gewinnen zu müssen. Vielleicht ist es auch gar nicht so schlecht, dass wir keinen 1:0-Sieg im Rücken haben, sondern dieses 1:1", führte Kramer mit Blick auf das deutsche Europapokal-Duell aus. "Ich weiß, es hört sich etwas komisch an. Aber ich glaube, dass ein 1:0 etwas Trügerisches gehabt hätte. So wird niemand die Ausgangslage über- und die Qualität der Schalker Mannschaft unterschätzen."

Entscheidend werde es zunächst sein, "dass wir defensiv wieder ordentlich stehen und die Stabilität erlangen, die uns in der Rückrunde ausgezeichnet hat. Aus dem Spiel heraus haben wir kaum Gegentore kassiert. Dass wir aus dieser defensiven Kompaktheit auch unsere fußballerische Klasse entwickeln können, steht außer Frage. Eins dürfte aber auch klar sein: Hinten einigeln und auf ein 0:0 hoffen, das entspricht mit Sicherheit nicht unserem Ansatz."

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