Kramer schimpft über Cuisance: "Sache des Respekts"

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Michael Cuisance ist vor wenigen Wochen von Borussia Mönchengladbach zum FC Bayern München gewechselt - sein Transfer ging aber nicht ohne Nebengeräusche über die Bühne.


Vor allem das Verhalten des Franzosen selbst warf einige Fragen auf. Auch Christoph Kramer ist nicht sonderlich begeistert vom Auftreten seines ehemaligen Mitspielers. 

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Kramer: "Gehört sich einfach nicht"

Gemeinsam liefen die beiden zwei Jahre lang in Gladbach auf. Genug Zeit, um sich besser kennenzulernen.


Dementsprechend enttäuscht zeigt sich der Weltmeister von 2014 von dem U20-Nationalspieler, der in den vergangenen Wochen mit allen Mitteln versucht hatte, seinen Wechsel nach München zu erzwingen.

Bei Sky sagte Kramer: "Man setzt es nicht mit Forderungen um oder trainiert mit offenen Schuhen, um seine Unzufriedenheit zu zeigen. Das gehört sich einfach nicht."

Fehlt Cuisance der Respekt?

Cuisances Situation verglich der 29-Jährige mit seiner eigenen in der vergangenen Saison.

Damals zählte Kramer unter dem ehemaligen Cheftrainer Dieter Hecking nicht immer zu den Stammkräften und musste häufig auf der Bank Platz nehmen.

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"Das ist ja genauso: Wenn ich letzte Saison nicht gespielt habe und dann hätte ich mir die Schuhe nicht mehr zugebunden oder hätte jeden Ball einfach nur noch weggeschossen... " Für Kramer ist es "einfach eine Sache des Respekts vor der Gruppe".

Immerhin wollte er seinem Ex-Kollegen nicht sämtliche Qualitäten absprechen: "Positiv kann man sagen: Er ist unheimlich ehrgeizig, möchte unbedingt Stammspieler werden, Verantwortung übernehmen und der Mannschaft helfen. Das sind erstmal gute Eigenschaften. Aber auf der anderen Seite geht es darum, wie man das umsetzt." 

Bayern-Zugang nimmt Kritik der Gladbacher locker

Michael Cuisance war für 10 Millionen Euro an die Isar gewechselt und dort mit einem Vertrag bis 2024 ausgestattet worden. 

Kurz nach Bestätigung des Transfers hatte sich bereits Gladbachs Trainer Marco Rose zu Wort gemeldet und den jungen Profi kritisiert. 

Für Rose sei der Transfer "unabdingbar", das "ans Tag gelegte Verhalten" schlicht nicht in Ordnung gewesen.

Für Cuisance selber spielen die Vorwürfe seines Ex-Vereins aber nur eine untergeordnete Rolle. "Ich habe zwei Jahre dort gespielt und mein Bundesligadebüt für Mönchengladbach gefeiert. Dafür bin ich dem Klub dankbar, aber jetzt ist der FC Bayern mein Klub."

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