Kubica über Rolle als F1-Ersatzpilot: "Bereit zu fahren - wie vor Corona"

Juliane Ziegengeist
motorsport.com

Nach seinem Aus bei Williams in der vergangenen Formel-1-Saison dockte Robert Kubica als Ersatzfahrer bei Alfa Romeo an. Parallel ergatterte der Pole ein Vollzeit-Cockpit bei BMW in der DTM. Doch die Doppelbelastung fiel im Zuge der Corona-Pandemie und des dadurch bedingten Stillstands deutlich entspannter aus.

Im Gespräch mit dem polnischen Webportal 'Sokolim Okiem' mutmaßt Kubica: "Es könnte sich herausstellen, dass die Folgen der Zeit, in der wir uns befinden, viel größer sein werden, als es den Anschein hat. Ich hoffe, dass das nicht der Fall ist."

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Die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise auf die Rennserien sind noch nicht absehbar, schon jetzt ist aber klar, dass alle, vor allem die kleinen Teams, finanziell leiden und sich für die Zukunft neu aufstellen müssen. In der DTM ist nach dem Ausstieg von Audi Ende 2020 unklar, wie es danach weitergehen soll.

Kubica: "Meine Rolle ist genau die gleiche"

Während viele seiner für 2020 geplanten Testfahrten in der Formel 1 abgesagt wurden, könnte Kubica trotzdem bald wieder hinterm Steuer sitzen, wenn die Saison übernächstes Wochenende startet. Nämlich dann, wenn sich die Stammpiloten Kimi Räikkönen und Antonio Giovinazzi mit dem Virus infizieren und ausfallen.

Dann, so sieht es das Protokoll vor, sollen Ersatzfahrer zum Einsatz kommen. Auf die Frage, ob seine Rolle vor diesem Hintergrund jetzt wichtiger sei als vorher, sagt Kubica: "Ich glaube nicht, dass das so wichtig ist. Meine Rolle ist genau die gleiche."

"Die Stammfahrer Kimi und Antonio sind Menschen genau wie ich. Also kann alles, was ihnen passieren kann, auch mir passieren. Ich wünsche niemandem gesundheitliche Probleme, also betrachte meine Rolle wie immer. Ich werde bereit sein zu fahren - genauso wie vor der Epidemie", versichert der Formel-1-Ersatzpilot.

F1-Saisonstart wichtig, aber mit viel Vorsicht

Er betont auch, dass es "sehr wichtig" für den Motorsport sei, jetzt wieder Rennen zu fahren, auch wenn die strengen Corona-Maßnahmen "ein bisschen seltsam" sein werden. "Wir brauchen diesen Saisonstart, aber auf der anderen Seite muss jeder von uns vorsichtig sein und gesunden Menschenverstand walten lassen."

Zwar habe sich die Situation vielerorts verbessert und verbessere sich weiter, "aber das Risiko besteht nach wie vor und kann nicht komplett ausgeschaltet werden", weiß Kubica. Deshalb sei Vorsicht geboten, "denn die Gesundheit ist das Wichtigste".

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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