Kurios: Deshalb fahren Stroll und Latifi 2020 mit US-amerikanischer Lizenz

Ruben Zimmermann
motorsport.com

Mit Lance Stroll und Nicholas Latifi stehen 2020 erstmals seit mehr als fünf Jahrzehnten wieder zwei Kanadier in der Startaufstellung der Formel 1. Allerdings hat dieses durchaus historische Ereignis einen kuriosen Randaspekt. Denn beide Piloten werden in diesem Jahr nicht mit einer kanadischen sondern mit einer US-amerikanischen Lizenz an den Start gehen. Wie ist es dazu gekommen?

"Es war ehrlich gesagt etwas seltsam", berichtet Latifi. Hintergrund: Die nationale Motorsportbehörde ASN Canada FIA gab ihr Mandat im Dezember 2019 freiwillig ab. Somit konnte sie auch keine Lizenzen mehr ausstellen. "Wir hatten Ende des Jahres gehört, dass es dazu kommen könnte", berichtet Latifi und verrät: "Wir hatten daher die Lizenz bereits beantragt, bevor ich [von Williams] verpflichtet wurde."

Latifi bekam auch seine kanadische Lizenz, die er für die Superlizenz der FIA brauchte. "Aber dann wurde sie von der FIA nicht akzeptiert", erklärt er und ergänzt: "Daher mussten wir uns schnell um die US-Lizenz bewerben. Es kam etwas überraschend, aber letztendlich ändert sich für mich nicht viel." Trotz der "falschen" Lizenz wird der Rookie 2020 - ebenso wie Stroll - als Kanadier fahren.

"Ich werde [im TV] weiterhin die kanadische Flagge neben meinem Namen haben", kündigt Latifi an. Das sei für ihn entscheidend. "Es ist ziemlich cool, dass zwei Kanadier in der Startaufstellung stehen werden", freut er sich bereits. Er sei "stolz", sein Land in der Formel 1 zu vertreten. "Es wird definitiv toll für den Sport [in Kanada] und den Grand Prix in Montreal", so Latifi.

Mit Bildmaterial von LAT.

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