Kurios: Schiedsrichter riet FC-Coach Peter Stöger zu Heintz-Auswechslung

Tim Vrastil
90Min

​Trotz Punktgewinn gegen den starken Champions-League-Anwärter TSG 1899 Hoffenheim, dürfte sich das Unentschieden aus Sicht des 1. FC Köln vor heimischem Publikum doch eher wie eine Niederlage anfühlen. In den letzten Minuten des Spiels kassierte die Mannschaft von Trainer Peter Stöger den bitteren 1:1-Gegentreffer und verschenkte somit zwei zusätzliche Punkte im Kampf um Europa. Direkt zu Beginn der zweiten Spielhälfte musste der österreichische Coach zudem nachjustieren und seinen stark gelb-rot-gefährdeten Innenverteidiger Dominique Heintz auswechseln. Geraten hatte ihm dazu ausgerechnet Schiedsrichter Marco Fritz.

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Nach bislang schon 21 Gegentreffern in der Rückrunde stand die Abwehr der Geißböcke vor der Partie gegen die Kraichgauer aus Hoffenheim alles andere als sattelfest, nicht wenige befürchteten daher auch vor allem gegen die offensivstarke TSG 1899 einige Gegentore. Überraschenderweise aus Sicht von Hoffenheim-Coach Julian Nagelsmann, agierten die Kölner Abwehrspieler in einer anderen Grundordnung und waren näher dran an ihren Gegenspielern als noch zuletzt. So konnten die Hoffenheimer ihr Offensivspiel nicht ungestört aufziehen und wurden immer wieder zu Fehlern gezwungen, die schließlich wieder zu Ballbesitz für den 1. FC Köln führten. 

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Besonders Dominique Heintz absolvierte eine ordentliche Partie und überzeugte mit Robustheit und Zweikampfstärke. Jedoch geriet der ehemalige Spieler des 1. FC Kaiserslautern in einigen Situationen auch in gefährliche Zweikämpfe und wusste sich mehrmals nur mit einem Foul zu helfen, weshalb er noch in der ersten Halbzeit die gelbe Karte sah. Nach seiner Verwarnung agierte Heintz zwar verständlicherweise zurückhaltender, dennoch wussten die Kraichgauer den 23-Jährigen immer wieder unter Druck zu setzen.

So war war es ausgerechnet Schiedsrichter Marco Fritz, der nur wenige Minuten nach Anpfiff der zweiten Halbzeit zu FC-Kapitän Matthias Lehmann ging und ihm mitteilte, dass der Abwehrmann kurz vor einem Platzverweis stehe. Lehmann berichtete dies im Anschluss sofort an Stöger, sodass der Österreicher unmittelbar danach reagierte und den von Borussia Dortmund ausgeliehenen Serben Neven Subotic für Heintz in die Partie brachte. Der neue Innenverteidiger machte seine Sache jedoch erfreulicherweise gut und füllte die Lücke, die Heintz hinterließ, fehlerfrei aus. Am Gegentor von Kerem Demirbay in der Nachspielzeit hatte er keine Schuld.

Quelle: ​Geissblog.Koeln

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