Kurioser Vorschlag: Vermont will Emojis auf Nummernschildern erlauben

Moritz PiehlerFreier Autor
Yahoo Nachrichten Deutschland
Ob ein lachendes Emoji am Nummernschild im Stau nachhaltig gute Laune macht? In Vermont können Autofahrer das vielleicht bald herausfinden. (Bild: Getty Images)
Ob ein lachendes Emoji am Nummernschild im Stau nachhaltig gute Laune macht? In Vermont können Autofahrer das vielleicht bald herausfinden. (Bild: Getty Images)

In den USA gibt in den meisten Bundesstaaten die Möglichkeit, sein Nummernschild ganz individuell zu gestalten und mit Spitznamen, Hobbys oder Abkürzungen zu versehen. Jetzt kommt eine neue Option dazu: In Vermont sollen künftig Emojis auf Nummernschildern erlaubt werden.

Der US-Bundesstaat Vermont im äußersten Nordosten des Landes hat einen etwas komischen Ruf. Nämlich eigentlich gar keinen. Der Staat ist für viele US-Amerikaner irgendwie fast schon Kanada, etwas hinterwäldlerisch und deshalb in logischer Konsequenz hauptsächlich für Wald und Forstwirtschaft bekannt. Da muss man sich schon ein bisschen was einfallen lassen, um Aufmerksamkeit zu erregen.

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Das dachte sich womöglich auch die Abgeordnete Rebecca White. Geht es nach White, sollen nämlich Autos aus Vermont künftig überall durch ihre besonderen Nummernschilder auffallen. Die Demokratin brachte im Staatsparlament einen Gesetzesentwurf ein, durch den Autofahrer die “vanity plates” - also treffenderweise “Eitelkeits-Schilder”- genannten zweiten Nummernschilder mit Emojis ausstatten dürfen.

Die Bandbreite an Ausdrucksformen auf engstem Raum lässt Autofahrern völlig neue Optionen im Umgang mit ihren Mitmenschen, obwohl sie sich wohl nicht an die jeweilige Tageslaune anpassen ließen. White, die aus der Kleinstadt Windsor stammt, kam laut eigener Aussage durch einen Hinweis aus ihrem Wahlkreis auf die Idee mit den Emojis. In Vermont können Bürger Vorschläge für Gesetzesentwürfe durch sogenannte “request bills” einreichen. Ein eben solcher Vorschlag erreichte White und sie fand, dass es eine schöne Idee für den “Green Mountain State” sein könnte.

Der Wähler dachte, es könne eine “coole Idee sein, die junge Leute anspricht”, sagte White dem “Boston Globe”. Sie sei sehr gerne bereit gewesen, seinen Vorschlag einzubringen. “Ich weiß nicht, wie viel Aufmerksamkeit dem gewidmet wird aber ich fand, es ist eine lustige Idee”, sagte White gegenüber der Zeitung. Am 22. Januar gab es die erste Anhörung zu dem Thema im Senat von Vermont.

Vorbild Australien

Zwar wären die Smiley-Schilder ein Novum in den USA. Ganz so innovativ ist die Vermonter Initiative dann aber doch nicht. Wie der Fernsehsender NBC 5 herausfand, gibt es nämlich am anderen Ende der Welt bereits zwinkernde Autos. Im australischen Bundesstaat Queensland dürfen Autofahrer seit dem vergangen Jahr Smileys auf dem Nummernschild führen. Sie haben allerdings bislang nur fünf zur Auswahl und der gelbe Wortersatz kostet den Besitzer umgerechnet fast 300 Euro. In Vermont sollen laut des Gesetzentwurfes zunächst sechs Emojis zur Auswahl gestellt werden. Welche der laut Emojipedia 3178 momentan anerkannten Symbole das dann sein werden, ist allerdings noch nicht bekannt.

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