Kurz vor Ausschluss: Wie RB die Champions League rettete

Oliver Mintzlaff, Coach Ralph Hasenhuettl und Manager Ralf Rangnick mussten lange zittern, ehe Leipzig für die Champions League startberechtigt war

RB Leipzig war offenbar weitaus gefährdeter, von der Champions League ausgeschlossen zu werden, als bislang angenommen. 

Das geht aus einem jetzt veröffentlichten Bericht der UEFA hervor, aus dem die Mitteldeutsche Zeitung zitiert. 

UEFA-Ermittler wollte Leipzig ausschließen

Demnach wollte Uefa-Chefermittler Jose Cunha Rodrigues ursprünglich vermeiden, dass zwei Vereine unter der Dachmarke Red Bulls in der Königsklasse starten dürfen.

Wie aus dem Zulassungsbescheid beider Klubs hervorgeht, hegte der Portugiese erhebliche Zweifel, dass Leipzig und RB Salzburg Paragraph fünf zur Integrität des Wettbewerbs erfüllen. Der verbietet, dass zwei Vereine maßgeblich von einer Person oder einem Unternehmen beeinflusst werden. 


Dem Bericht zufolge war Rodrigues sicher, dass die Red Bull GmbH Einfluss auf beide Vereine ausübe sowie eine enge Verbindung zwischen Salzburg und Leipzig bestehe.

So beanstandete er die vielen Transfers zwischen beiden Klubs, die Beteiligung bestimmter Personen an beiden Vereinen sowie die Ähnlichkeit der Logos. 

Einfluss offenbar nicht "entscheidend"

Wäre Rodrigues bei seiner Ansicht geblieben, wäre für Leipzig als national schlechter platzierteres Team kein Platz in der Königsklasse gewesen. Erst eine Anhörung von Offiziellen beider Seiten stimmte den Ermittler offenbar um. 

Dabei konnten die Klubvertreter dem Bericht zufolge glaubhaft darlegen, dass zwar ein gegenseitiger Einfluss bestehe, der aber nicht "entscheidend" sei für die wirtschaftliche Gesamtsituation der beiden Vereine.


Es ist wohl vor allem den Bestrebungen Salzburgs, sich von der Dachmarke RB zu lösen, zu verdanken, dass UEFA beschwichtigt wurde.

So sind laut Bericht Personen aus dem Verein entlassen worden, die mit dem Getränkekonzern in Verbindung gestanden haben sollen. Auch Darlehensverträge zwischen dem Verein und Red Bull wurden aufgekündigt.

In ihrem Urteilsbegründung zur Zulassung beider Klubs konstatiert die UEFA schließlich, sowohl Salzburg als auch Leipzig hätten "bedeutende Management- und strukturelle Änderungen vorgenommen", vor allem bei Unternehmensfragen, Finanzangelegenheiten, Personal und Sponsoring.

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