"Kurz vor Blinddarm-Durchbruch": Not-OP bei DTM-Boss Berger

Sven Haidinger
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DTM-Boss Gerhard Berger wird dieser Tage auf eine harte Probe gestellt. Während er um die Zukunft der DTM kämpft und auch bei der DTM-Dachorganisation Personalkürzungen vornehmen muss, musste er sich am Dienstag vergangene Woche wegen seines Blinddarms auch noch einer Not-Operation unterziehen.

Berger hatte die Angelegenheit zunächst unterschätzt, wie er gegenüber 'F1-Insider' zugibt: "Ich ging zum Arzt, weil ich ein wenig Schmerzen im Bauchbereich hatte. Eigentlich nichts Großes. Der Doktor war nach Betrachten der Röntgenaufnahmen ziemlich aufgeregt: 'Herr Berger, Sie müssen operiert werden'."

Der 61-Jährige hat laut eigenen Angaben trotz der Warnung des Arztes vorgeschlagen, die Operation auf Freitag zu verschieben, da er weniger Termine habe. Daraufhin habe der Arzt Klartext gesprochen: "Ich rede von den nächsten zwei Stunden. Sie stehen kurz vor einem Blinddarmdurchbruch."

Auch nach der Operation war Berger kaum zu Bremsen. Er habe sich gut gefühlt, also habe er am nächsten Morgen "die Klinik wieder verlassen. Ich musste mich schließlich um das DTM-Finale in Hockenheim dieses Wochenende kümmern".

Das überrascht wenig, denn Berger stellte dabei in einer Online-Präsentation sein Konzept für die DTM-Saison 2021 sowie das Elektro-Projekt, das ab 2023 als Rennserie umgesetzt werden soll, vor. Dass er sich zuletzt viel zugemutet habe, ist ihm aber laut eigenen Angaben bewusst.

"Ich merke schon, dass das ganze Jahr an die Substanz ging", sagt er. "Deshalb bin ich froh, am Montag mal etwas ausruhen zu können. Aber man muss auf die Zähne beißen, um etwas zu erreichen." Das habe er von Ex-Formel-1-Boss Bernie Ecclestone gelernt. "Der wurde 1999 am Herzen operiert und saß drei Tage später wieder im Büro bei der Arbeit."

Mit Bildmaterial von ITR.