Kurz vor dem Unfall: Zanardi hatte Motorsport-Comeback geplant

Heiko Stritzke
motorsport.com

Das Comeback war bereits in trockenen Tüchern: Kurz vor dem Unfall auf dem Handfahrrad hat BMW verkündet, dass Alessandro "Alex" Zanardi wieder ein Rennen hätte bestreiten sollen. Doch dieser Plan ist nun natürlich erst einmal völlig zweitrangig.

Geplant war ein Comeback auf einem BMW M6 GT3 in der italienischen GT-Meisterschaft in Monza im November. Das Fahrzeug wäre entsprechend auf seine Bedürfnisse modifiziert worden, wie schon bei den 24 Stunden von Daytona 2019 oder den 24 Stunden von Spa 2015.

Zuletzt hatte Zanardi beim "Dream-Race" von DTM und Super GT im vergangenen November auf dem Fuji Speedway am Steuer eines BMW M4 DTM gesessen. Seine Teamkollegen in Italien wären Stefano Comandini und Marius Zug gewesen.

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Als Team stand die Mannschaft von Ex-DTM-Meister Roberto Ravaglia parat, mit dem er bereits sechs Jahre lang in der Tourenwagen-Europa- und -Weltmeisterschaft unterwegs gewesen ist. Vier Siege kamen in jenem Zeitraum zustande.

Eigentlich wollte er damit ein positives Zeichen nach der COVID-19-Krise setzen. "In diesem Jahr steht das Rennen in Monza für mehr als nur ein Rennen, denn es findet in der Region Italiens statt, die am stärksten von der Pandemie getroffen wurde. In Monza anzutreten verkörpert den Wunsch, nach der schwierigen Zeit, die wir alle durchgemacht haben, wieder neu zu beginnen", sagte er vor seinem Unfall.

Jetzt muss er voraussichtlich selbst wieder neu beginnen - zum zweiten Mal in seinem Leben. Doch zunächst einmal muss er - ebenfalls zum zweiten Mal - eine äußerst kritische Phase überstehen.

Mit Bildmaterial von BMW AG.

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