Kyrgios flippt aus - und leistet sich Ekel-Fauxpas

Christian Paschwitz
·Lesedauer: 2 Min.

Nick Kyrgios wird nach einer Verwarnung einmal mehr gegen den Referee ausfällig. Wegen fehlenden Handtuch-Services leistet er sich auch noch eine Ekel-Aktion.

Vom Verhalten her hat sich irgendwie so gar nichts geändert: Nick Kyrgios ist einmal mehr mit Schimpftiraden während eines ATP-Turniers auffällig geworden. (Kalender der ATP-Saison 2021)

Der exzentrische wie streitbare Australier, der bei den Murray River Open erstmals seit rund einem Jahr wieder ein Match auf der Tour bestritt, legte sich während seines Duells mit Landmann Harry Bourchier mit Stuhlschiedsrichter Nacho Forcadell an, nachdem dieser gegen Kyrgios eine Verwarnung wegen Zeitverzögerung beim Aufschlag ausgesprochen hatte.

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Beim Stand von 6:2, 5:5 ( 40:30) flippte der 25 Jahre alte Tennis-Profi aus und schimpfte: "Ich spiele nicht weiter. Es ist, als ob du es nur tust, um lustig zu sein. Denkst du, du bist lustig!?" (Alles Wichtige zum Tennis)

Danach verlangte Kyrgios, Oberschiedsrichter Cedric Mourier auf dem Platz zu sprechen, wütete weiter gegen den Stuhl-Referee: "Beim Tennis geht es nicht um ihn (den Schiedsrichter, Annm. d. Red.). Er ist ein Extra, damit alles reibungslos verläuft."

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Nick Kyrgios mit Wutattacke gegen Schiedsrichter

Mourier blieb jedoch ruhig, überredete die Nummer 29 der Weltrangliste schließlich zum Weitermachen und versicherte Kyrgios, er habe keine Strafe zu befürchten.

Auch nachdem Kyrgios zuvor auf die Frage seines Kontrahenten Bourchier, warum er das Spiel denn beenden müsse, arrogant entgegnet hatte: "Ich habe genug Geld an diese Erdnüsse verloren. Ich möchte jetzt darüber sprechen."

Fraglich erscheint allerdings, ob Kyrgios' ("Die ATP gibt mir immer Saures") womöglich noch wegen eines anderweitig grenzwertigen und unhygienischen Benehmens ein Nachspiel droht. (ATP: Aktuelle Tennis-Weltrangliste der Herren)

Kyrgios leistet sich Schweiß-Fehltritt

Denn: Im Zuge von Corona und deshalb verbannten Ballkindern und Servicekräften müssen die Spieler selbst zu einem Podest mit Handtüchern gehen, mit denen sie sich den Schweiß abwischen.

Doch weil ihm der Weg zwischen den Punkten zu lang wurde, wischte Kyrgios sich immer wieder mit den Bällen die Schweißperlen ab - und nörgelte dazu: "Ich muss hin und her gehen, um mein Handtuch zu holen. Warum denken diese Leute, dass es um sie geht?"

Tennis wurde am Ende auch noch gespielt: Mit 6:2 und 7:6 nach drei abgewehrten Satzbällen erreichte Kyrgios das Achtelfinale, in dem er nun auf den Kroaten Borna Coric trifft.

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