Löw adelt Hector: „Er hat eine Gabe“

Der frühere Bundestrainer Joachim Löw hat seinen langjährigen Schützling Jonas Hector (33) vor dessen Karriereende in höchsten Tönen gelobt.

„Jonas hat eine große Gabe: Er lernt unglaublich schnell“, sagte Löw dem Kölner Stadt-Anzeiger: „All die Dinge, die wir ihm auf den Weg gegeben haben, konnte er von Anfang an immer sehr schnell umsetzen. Und zwar so, als ob er schon lange bei uns wäre. Im Laufe der Monate wurde er unersetzlich auf unserer linken Seite.“

Allerdings, räumte Löw ein, hatte er vor Hectors erster Berufung ins DFB-Team im November 2014 auch Bedenken: "Mein Trainerstab und ich waren nicht ganz sicher, ob er, obwohl wir ihn einige Male beobachtet hatten, den Sprung zum Nationalspieler schaffen würde. Nach einigen Tagen im Training waren wir uns allerdings sicher, dass er es packt", erinnerte sich der 63-Jährige.

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Hector auch „als Mensch ein Vorbild“

Der gebürtige Saarländer Hector war mit dem 1. FC Köln erst im Sommer 2014 in die Bundesliga aufstiegen, kurz darauf berief Löw den unerfahrenen Linksfuß in den Kader des Weltmeisters.

Auf der Problemposition des Linksverteidigers spielte sich Hector fest, gewann 2017 mit Deutschland den Confed-Cup und bestritt insgesamt 43 Länderspiele.

Am Samstag gegen Bayern München (15.30 Uhr) bestreitet Hector für den 1. FC Köln sein letztes Spiel als Profi.

Was Hectors Leben nach dem bezahlten Fußball angeht, macht sich Löw keine Sorgen. „Jonas steht mit beiden Beinen auf dem Boden, deshalb wird er die richtigen Entscheidungen für seine Zukunft treffen.“ Hector sei „als Mensch ein Vorbild an Zuverlässigkeit, Ehrlichkeit, Empathie und Toleranz“.

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