Handball-WM: Löwen-Managerin mahnt zur Ruhe

SID
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In der lauter werdenden Debatte um eine mögliche Absage der Handball-WM im Januar in Ägypten hat Jennifer Kettemann, Geschäftsführerin des Bundesligisten Rhein-Neckar Löwen, mehr Ruhe und Sachlichkeit angemahnt.

"Die Entscheidung über die Austragung liegt nicht bei den Klubs", sagte Kettemann dem Mannheimer Morgen. Eine WM im Januar sei noch "relativ weit weg, deshalb muss auch jetzt noch keine Entscheidung darüber fallen".

Nach den vier Coronafällen in der Nationalmannschaft ist aber auch Kettemann im Hinblick auf die WM skeptisch. "Wir haben bereits vor Monaten unsere Bedenken geäußert, diese werden in der aktuellen Situation natürlich wieder verstärkt", sagte die 38-Jährige.

Unterstützung bekam Kettemann von ihrem Kieler Amtskollegen Viktor Szilagyi. "Langsam kommt der Zeitpunkt, das Fass WM wieder aufzumachen", sagte der langjährige Bundesligaspieler bereits vor ein paar Tagen: "Stand heute ist es undenkbar, dass man eine WM reibungslos absolvieren kann."

Mindens Geschäftsführer Frank von Behren fügte hinzu: "Natürlich ist die WM für den Handball von großer Bedeutung. Aber wenn die Gesundheit an erster Stelle steht, muss man sie nicht stattfinden lassen."