Löws Kaderpuzzle: Alles für die Titelverteidigung 2018

Die Termine für die deutsche Nationalmannschaft sind fix. Vor dem Confed-Cup treffen Jogi Löws Männer in Kopenhagen auf Dänemark.

Das Unternehmen WM-Titelverteidigung startet für die deutschen Weltmeister in Dortmund: Wenn Joachim Löw am Freitag seinen Kader für die ersten Länderspiele des Jahres am 22. März im Signal Iduna Park gegen England und vier Tage darauf im Rahmen der WM-Qualifikation in Aserbaidschan benennt, hat der Bundestrainer vor allem Russland im Kopf. "Wir möchten 2018 den Titel gewinnen: So lautet das klare Ziel", sagte er zuletzt dem kicker. Diesem großen Traum ordnet Löw auch 15 Monate vorher schon alles unter.

Große Überraschungen dürfte es deshalb im Aufgebot des souveränen Tabellenführers der Quali-Gruppe C nicht geben - allerdings trotzdem den ein oder anderen Neuling. Stürmertalent Timo Werner von Bundesliga-Aufsteiger RB Leipzig darf sich große Hoffnungen auf eine Nominierung machen. Löw bescheinigt dem 20-Jährigen das "Potenzial zur Weltklasse", der aktuell beste deutsche Angreifer (14 Saisontore) "geht immer in die Tiefe, ist schnell und vor dem Tor abschlussstark", sagte er.

Ansonsten setzt Löw, der seinem Liebling Lukas Podolski im Klassiker gegen England einen letzten Einsatz im DFB-Dress gönnen wird, im Jahr des Confed Cups (17. Juni bis 2. Juli) weiter auf seine Weltmeister um Rückkehrer Jerome Boateng. "Das Grundgerüst steht. Es setzt sich im Wesentlichen aus den Spielern zusammen, die bei der WM 2010 und 2014 Leistungsträger waren", sagte er. Nun gehe es darum, "sukzessive weitere hoffnungsvolle Spieler an das nächste Level heranzuführen".

Die "klare Botschaft" mit Blick auf die WM 2018 sei: "Die Tür ist nicht zu." Allerdings sieht Löw den Deutschen Fußball-Bund (DFB) vor der "großen Herausforderung", sowohl beim WM-Test Confed Cup, als auch bei der U21-EM im Juni in Polen "eine gute Visitenkarte abzugeben". Allzu viele Talente wird er U21-Coach Stefan Kuntz nicht "klauen", zumal in Polen laut DFB-Präsident Reinhard Grindel das "wichtigere Turnier" ansteht.

Nicht auszuschließen ist, dass Löw deshalb und weil er einige Stammspieler im Sommer schonen will, gestandene Bundesliga-Profis testet. Sandro Wagner (1899 Hoffenheim) etwa oder Kapitän Lars Stindl von Borussia Mönchengladbach, den er aber schon im vergangenen November übergangen hatte. Verzichten muss er auf die Dauer-Pechvögel Mario Götze, Marco Reus und Ilkay Gündogan.

So oder so - Löw freut sich auf den Auftakt des Länderspieljahres, wie er nach vier Monaten Pause bekannte. "Wir sind wieder hungrig", sagte er. Auf den Klassiker gegen England. Auf eine WM-Quali "ohne Punktverlust", wie sie Löw forderte. Und vor allem auf das Unternehmen Titelverteidigung 2018.

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