Lügenvorwürfe im Zoff um Pechstein

Sportinformationsdienst
Sport1

Die fünfmalige Eisschnelllauf-Olympiasiegerin Claudia Pechstein hat erstmals ausführlich auf die Generalabrechnung von Bundestrainer Erik Bouwman reagiert und dem Niederländer Lügen vorgeworfen.

"Manche Dinge sind am besten mit Galgenhumor zu ertragen", schrieb Pechstein bei Facebook: "Ich frage mich, was einen Mann, mit dem ich bislang so gut wie nichts zu tun hatte, antreibt, Lügen über mich in die Welt zu setzen?"

Bouwman hatte Pechstein im Vorfeld der Allround-WM im norwegischen Hamar am vergangenen Wochenende verbal scharf angegriffen. Die 48-Jährige trage eine "Maske mit einer boshaften doppelten Agenda", habe "nur Eigeninteressen" und verfolge eine "populistische Propaganda", hatte er unter anderem in einem Offenen Brief geschrieben.

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DOSB wegen Pechstein-Zoff beunruhigt

Pechstein wandte sich am Dienstag auch an Sportdirektor Matthias Kulik von der Deutschen Eisschnelllauf-Gemeinschaft (DESG). "Herr Kulik, warum sanktionieren Sie dieses unsportliche Verhalten Bouwmans nicht?", fragte Pechstein dabei unter anderem.

Die DESG hatte in einer ersten Stellungnahme zuletzt mitgeteilt, das Thema "intern" behandeln zu wollen. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) beobachtet die Eskalation der Auseinandersetzung beunruhigt.

Laut Pechstein hat es vonseiten der DESG eine Entschuldigung durch Schatzmeister Dieter Wallisch gegeben.

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